Mantis religiosa in Guntersblum

Europäische Gottesanbeterin im Garten

Mantis religiosa ©Foto Christine Winkler
Mantis religiosa ©Foto Christine Winkler

 

Christine Winkler aus Guntersblum hat ein Gartenerlebnis der besonderen Art:

Gleich zwei Exemplare der Europäischen Gottesanbeterin gaben sich ein Stelldichein in Ihrem Garten. Das ganze konnte sie auch in den per Mail mitgesendeten Bildern dokumentieren. Ihre Freude wollte sie gerne mit uns teilen:

"Die Zählung des Insektensommers ist zwar vorbei, aber heute möchte ich Ihnen Fotos schicken von zwei Gottesanbeterinnen, die wir in unserem Garten entdeckt haben….sie sind mit dem Smartphone aufgenommen.

 

Bei der beigefarbenen Gottesanbeterin im Lavendel ( Bild Nr. 3) haben wir gestern erst gedacht, es sei eine andersfarbige Gottesanbeterin, aber heute haben wir sie dann mit der braunen Farbe gesehen und die Hülle am Lavendelhalm entdeckt…das letzte Foto ist schon sehr eindrucksvoll, welche „Waffen“ dieses zierliche Wesen hat….dazu bitte zoomen.

 

Dass wir diese seltenen Insekten – auf der roten Liste- gleich doppelt im Garten entdeckt haben und dann auch noch in der Häutungsphase macht uns schon sehr glücklich.

 

Die von den ersten beiden Bildern fühlt sich bei uns sehr wohl, sie bleibt jetzt seit zwei Tagen an Ort und Stelle, hat sich heute Mittag auch mit einer Schmeißfliege „füttern“  lassen."

Danke Frau Winkler für Ihren Beitrag. Die restlichen Fotos im Anschluss in der Galerie.

 

 

Auch in Nierstein hielt die Mantis Einzug

Foto: D. Schwarz Nierstein
Foto: D. Schwarz Nierstein

Von seinem Fund berichtete uns auch Herr Schwarz aus Nierstein.

 

Am gleichenTag fanden in Nierstein und Guntersblum die Paarungen der Gottesanbeterinnen statt und konnten dokumentiert werden. Siehe Foto!

Leider konnte eine Oothek (griech. : Ort der Aufbewahrung) bisher nicht entdeckt werden,

das ist eine Art Kokon in dem die Mantis ihre Eier ablegt.

 

Aber: Aus dem Nichts tauchten bei Frau Winkler jetzt junge Gottesanbeterinnen auf. Was dafür spricht das im letzten Jahr bereits eine Oothek irgendwo im Garten plaziert wurde.

Fotos vom Nachwuchs siehe unten.

 

Botanische Schätze und andere Kostbarkeiten der Rheinaue

Heinz Abbel, Botaniker und Fotograf aus Leidenschaft und langjähriges NABU-Mitglied präsentiert uns einige Eindrücke aus unserer Rheinaue zwischen Oppenheim und Guntersblum. Viele der Pflanzen stehen bereits auf der Roten Liste als gefährdet oder stark gefährdet.

Vielleicht erkennt ja der eine oder andere beim nächsten Spaziergang das eine oder andere Pflänzchen wieder.

 

Quellen für den aktuellen Schutzstatus sind "Rote Listen von Rheinland-Pfalz, 2006" und ArteFakt vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz.