Freitag, 19.10.18, 14 Uhr , Bolzplatz

Lothar und die gelben Füße in Aktion!
Lothar und die gelben Füße in Aktion!

Viele kleine Früchtchen

 

 Annette, die eine  Naturkindergruppe selbst organisiert, mailte mich an. Sie fragte, ob ich eine Führung mit überwiegend 8 jährigen halten wollte. Ich sagte, so wie es meine Art manchmal ist, ziemlich blauäugig zu und fragte mich erst später – über was denn überhaupt?- . 

 

Es gab einen längeren Mail-Verkehr über Termin (waren wir uns sofort einig) über den Ort (hat ein Spielplatz eine Navigationsadresse?, haben Spielplätze offizielle Namen?)  und über das Thema (Bäume?). Wir einigten uns auf den Bolzplatz zwischen Schwabsburg und Nierstein. Dort steht übrigens ein riesiges Holzschild mit seinem  Namen darauf.  Und Bäume? Ich führe seit fünf Jahren Seminare über Bäume in Nierstein, Dienheim, Ludwigshöhe. Auch gebe ich Seminare über Gehölzschnitt. Aber immer mit Erwachsenen.

 Großäugige, unkonzentrierte, zappelige Kinder ohne Vorwissen?

 Es kam alles anders.  Ich fuhr einmal auf den Bolzplatz für eine Vorschau, die Vegetation war ziemlich langweilig, heimische Gehölze, aber alles angepflanzt, viele mit Trockenschäden, wenig Früchte.  Hmmm! Was jetzt?

 

Wir hatten ja einen Jahrtausendsommer und brechend volle Obstbäume auf unseren Streuobstwiesen. Ich sammelte also verschiedene Äpfel, Birnen, Feigen (Heinz sei Dank), Walnüsse, Apfel- und Birnenquitten.

 Freitag, 19.10.18, 14 Uhr , Bolzplatz

 Ich kam wenige Minuten zu früh mit meinem Obst. Die Kinder in kleinen Gruppen mit ihren Müttern. Die Kinder waren 1 – 12 Jahre alt.

 Ich hatte ein super Publikum, welches mich großäugig und wundergläubig anschaute. Und ein paar der Kinder hatten sehr viel Vorwissen aus der Schule oder angelesen und unterstützten mich sogar.

 Ich erklärte die Früchte, warum Bäume Früchte haben, schnitt Äpfel auf zum probieren, ließ Kinder die Früchte raten. Äpfel und Birnen kannten alle, Quitten wenige und circa  50% hatten noch nie eine Feige gegessen.

Skepsis in vielen Gesichtern, alle durften probieren, die Feigen waren danach alle.

 Die Apfelquitte wurde übrigens gar nicht erkannt.

 Zum Abschluss gab es einen kleinen Test. Es stand dort eine Wildbirnenbaum  mit sehr kleinen Früchten. Der Test wurde von allen bestanden!

Viele stellten danach die guten Wurfeigenschaften der Wildbirnen fest. Kinder halt.  Danach gab es noch Apfelsaft von unseren Streuobstwiesen aus NABU-Bechern und ein Fußballspiel Alt gegen Jung.

Ein gelungener Nachmittag dank Annette, den Müttern, den Kindern und der Unterstützung der Natur.

 

Euer

 

Lothar

 

Fotos: Wolfgang Düring
Fotos: Wolfgang Düring

 

 

 

 

Auf der JHV am 23.03.18 wurde die Aktion „Schmetterlingsbücher für Kitas und Grundschulen“ des NABU Bingen vorgestellt.

 

Die Schmetterlingsbücher möchten über die schönen Fotos von Wolfgang Düring für den Schutz der Schmetterlinge,

 von denen viele mittlerweile in ihrem Bestand bedroht sind, werben.

 Nur was Kinder kennen, können sie auch schützen. Wenn durch den schönen Bildband bei dem ein oder anderen Kind das  Interesse zur “Weiterbildung” mit entsprechenden Kinder- bzw. Schulbüchern geweckt wird, wäre schon ein Ziel erreicht.

  Daher hat der Vorstand des NABU Rhein-Selz am 3.4.2018 (einstimmig) beschlossen,

  pro Kita 1 Exemplar des Buches „Schmetterlinge – Botschafter der Artenvielfalt“,

  sowie pro Grundschule 1 Exemplar kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

  Bei derzeit 28 Kitas und 8 Grundschulen entspricht dies einem Finanzierungsaufwand von 432 €,

(12 €  pro Buch).

  Der Versand erfolgte inzwischen über das Rheinauen-Zentrum durch den NABU Bingen direkt an die Einrichtungen.

 

 Bericht: Andreas Bingenheimer

 

Blick in das Buch mit den Fotos von Wolfgang Düring
Blick in das Buch mit den Fotos von Wolfgang Düring