Schwalbenauszeichnung in Nierstein

Mit dem Umzug hatten wir Schwalben

Fotos u. Text: P. Britz
Fotos u. Text: P. Britz

Nur einige hundert Meter zog Familie Bonus in ihr "neues Haus" um und hatte Glück. Sie bekam gleichzeit sehr erwünschte Gäste dazu.

Gleich 2 Mehlschwalbenbruten leben am Haus und ziehen dort ihren Nachwuchs groß.

"Einiges ist noch zu tun, auch im Garten", sagt Frau Bonus, aber die Schwalben haben wir sofort ins Herz geschlossen. Sie haben alle Freiheiten.

Zur Auszeichnung durch die NABU-Gruppe kam auch der Hauseigentümer hinzu und gemeinsam wurde überleg wo die Plakette den besten Platz am Haus finden könnte.

Stolz präsentieren sie ihre Auszeichnung "Schwalben willkommen".

 

Und hier die Mehlschwalben im Einsatz...

Erste Arbeiten im HKW (Hirschkäferwald)

Aktive unserer NABU Gruppe im Einsatz für den Hirschkäfer

Arbeitseinsatz im HKW          Foto: P.Britz
Arbeitseinsatz im HKW Foto: P.Britz

Der Arbeitseinsatz im Hirschkäferwald war in kleiner Besetzung.

Zu viert wurden die Arbeiten durchgeführt.

Ziel: Beschilderung (Projekt- und NABU-Schilder), Kleinplastikteile entsorgen, Zaun verbessern.

Fazit: Erfüllt.

Trotz extremer Hitze konnten wir die ersten aktiven Arbeiten an unserem neuen, von der Stiftung Natur und Umwelt und der Glücksspirale/Lotto geförderten, Grundstück fertigstellen.

Der Projektleiter Andreas Bingenheimer hatte dabei auch Hilfe von Leo, einem neuen interessierten und engagierten Biologiestudenten aus Mainz.

Dank an ihn und auch an Heinz, der es sich trotz der Temperaturen, nicht nehmen lies selbst mit Hand anzulegen und für uns zusätzlich eine kleine Gruppe des "Breitblättrigen Stendelwurz (Epipactis helleborine)" direkt am Viehwegzaun entdeckt und bestimmt hat.

Nach Ende der Brutzeit wollen wir dann in größerem Rahmen Ordnung schaffen. Altplastik und diversen sonstigen Müll beseitigen. Dabei hoffen wir auch auf Unterstützung durch die Stadt Oppenheim, die sich inzwischen immer mehr im Namen der Natur auch praktisch engagiert.

 

Text u. Bilder: P. Britz

Eidechsenhabitat

Aktive entkrauten Eidechsenhügel

Eidechsentrio   Foto: P. Britz
Eidechsentrio Foto: P. Britz

Ein kleines Team verwegener NABU - Aktiver legte heute (11.06.21) Hand am Eidechsenhabitat am alten Golfplatz an.

Viel Wurzelwerk und lange Gräser  hatten den Hügel erstürmt und die Nutzung für die Eidechsen sehr erschwert.

Trotz hoher, ungwohnter Temperaturen wurden ein kleine Fläche davor mit dem Freischneider vom Bewuchs befreit und der Rest  in Handarbeit vom Hügel entfernt. Man konnte tatsächlich dabei auch kurz eine Eidechse beobachten. Einige Pflanzen wie die wilde Kamille blieben stehen um die dort ebenfalls festgestellte Raupe des Kamillen-Mönchs (siehe Fotos) nicht ihrer Nahrung zu berauben. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Dank an Lothar, Andi und Karin für Ihren Einsatz trotz der Hitze.

 

Fotos u. Text P. Britz

Pressemitteilung der Stadt Oppenheim

NABU und Stadt engagiert für Fledermäuse

 

Pressemitteilung

 

 

 

40 zusätzliche Quartiere für Fledermäuse

 

 

Ausgleichsmaßnahme für Krämereck-Süd

 

OPPENHEIM – Um den Bestand der gefährdeten Fledermäuse in Oppenheim zu erhalten, hat die NABU Gruppe Rhein-Selz in den vergangenen Wochen 40 zusätzliche Quartiere in den Waldgebieten und Parkanlagen der Stadt installiert. „Hierbei handelt es sich um eine der Ausgleichsmaßnahmen für das Baugebiet Krämereck Süd, zu der der Erschließungsträger verpflichtet ist“, erläutert die Erste Beigeordnete Oppenheims, Silke Rautenberg (AL).

 

 Seit längerem liegt der Stadt Oppenheim der Schutz der heimischen Fledermäuse am Herzen. „Wir freuen uns daher sehr über diese Biotopverbesserung und danken den Mitgliedern des NABU ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement für die Fledermäuse, das weit über das bloße Aufhängen der Kästen hinausgeht.“, so Rautenberg weiter.

 

 Seit 2016 dokumentiert die NABU Gruppe Rhein-Selz die Fledermauspopulation im Oppenheimer Wäldchen. Durch die weiteren Fledermausflachkästen und -höhlen und deren beständige Pflege und Kontrolle wollen wir den derzeitigen Bestand an Fledermäusen erhalten. Die Auswertung der dabei gewonnenen Daten dient dazu, weitere Informationen zum Schutz der Tiere zu erlangen“, erklärt Paul Britz, Erster Vorsitzender des NABU Rhein-Selz.

 

 

 

Schutz für Mückenfledermäuse und Große Abendsegler

 

Neben der Anbringung der zusätzlichen Wohnquartiere wurden in den vergangenen Wochen vor Beginn der Wochenstuben-Saison fast alle Fledermauskästen gereinigt, instandgesetzt, erneuert, kartiert und ausgewertet. Vor allem Mückenfledermäuse, aber auch einige der Großen Abendsegler sind in Oppenheim verbreitet. Die meisten Quartiere befinden sich im Bereich im nördlichen Teil des Oppenheimer Wäldchens und im Naturschutzgebiet „Eiskarb“. Daniel Beier, der das Projekt „Fledermausschutz im Oppenheimer Wald“ beim Nabu Rhein-Selz maßgeblich betreut und dafür viele Stunden Freizeit investiert, setzt zur Erkennung der verschiedenen Arten auch Detektoren ein, die die Rufe der Fledermäuse optisch darstellen können und ihre Rufe aufzeichnen. Auf eine Gruppe aus vier bis fünf Abendseglern ist Daniel Beier besonders stolz. „Seit Beginn des Monitorings im Jahr 2016 befindet sie sich immer im gleichen Höhlenkasten“, berichtet der Fledermaus-Fan.

 

 

 

Die Standortauswahl der neuen Fledermausquartiere erfolgte in enger Abstimmung mit Regionalförsterin Simone Rupp, die auch das Oppenheimer Wäldchen für die Stadt verantwortlich bewirtschaftet. Insgesamt werden durch die neuen künstlichen Quartiere neun Fledermaus-Bezirke geschaffen – meist im Umfeld abgestorbener oder auch alter Bäume, deren Bestand dauerhaft erhalten bleiben soll. „Das bedeutet, dass wir dort kleine `Urwaldzellen‘, zu denen auch Totholz gehört, entstehen lassen wollen. Da bei toten Bäumen auch mal ein Ast abbrechen kann, haben wir dafür extra Flächen weit abseits der Wege ausgewählt“, ergänzt Rautenberg.

 

 

 

Kästen erstmals auch an der Landskron-Ruine

 

Neu hinzugekommen ist die Platzierung einiger Kästen im Bereich der Landskron-Ruine, denn auch dort gibt es einen Bestand der nächtlichen Jäger. „Die Zählungen der aufgefundenen Fledermäuse in den Kästen lässt hoffen, dass es genügend Höhlen in alten Bäumen gibt“, so Beier weiter. Die künstlichen Kästen seien immer nur eine Behelfslösung als Alternative zu natürlichen Baumhöhlen. Das Insektensterben und das Verschwinden natürlicher Quartiere gefährden auch den Bestand an Fledermäusen. So sind auch in Oppenheim die Zahlen rückläufig, bestenfalls gleichbleibend. Der Gesamtbestand lasse sich nie erfassen.

 

Dennoch sind noch mehrere Arten vertreten: Neben den Mückenfledermäusen und Großen Abendseglern gibt es noch im Stadtgebiet Oppenheims die Zwergfledermaus und das Graue Langohr. „Das soll nicht heißen, dass es nicht auch noch andere Arten gibt, sie suchen sich nur hoffentlich einen schönen alten Baum mit einer Höhle in luftiger Höhe aus, anstatt der `Wohncontainer‘“, so Beier.

 

 

 

Der Nabu-Vertreter gibt Tipps, wann sich die fliegenden Säugetiere am besten beobachten lassen: „Der Große Abendsegler ist meistens schon vor Dämmerung aktiv auf Beutesuche. Rund 20 Minuten nach Sonnenuntergang gehen dann die ersten Zwerg/- und Mückenfledermäuse auf Jagd. Die mittelgroßen Arten wie das Graue Langohr fliegen erst kurz vor Mitternacht. Finden sie ausreichend Insektenfutter, kann ihr erster Hunger bereits nach rund zwei Stunden gestillt sein, dann verschwinden sie wieder in ihren Quartieren“. Doch auch das Wetter beeinflusse das Jagdverhalten der nachtaktiven Tiere. „Wenn es regnet und die Temperatur unter 12 Grad sinkt, verbrauchen sie beim Jagen mehr Energie als durch Nahrungsaufnahme aufnehmen – ein Umstand der sich mit dem Rückgang des Insektenvorkommens noch verschärft“, erklärt Beier weiter. Auf dem Speiseplan der fliegenden Säugetiere stehen Käfer, Mücken und andere Zweiflügler. Eine einzelne Fledermaus vertilgt pro Nacht bis zu 4000 Insekten – Schadinsekten, wie auch solche, die den lauen Abend in Rheinhessen auf der Terrasse am Haus stören könnten.

 

 

 


Schauen sie in die Wildkräuter des Monats

Rezept im Juli: Giersch-Pesto-Brot

Hirschkäferwald-Projekt kann starten

Nach dem Erwerb des Grundstückes kann es endlich losgehen

Hirschkäfer (Lucanus cervus) Foto: A. Bingenheimer
Hirschkäfer (Lucanus cervus) Foto: A. Bingenheimer

Jetzt ist es amtlich. Unsere NABU Gruppe hat das Gehölz am Oppenheimer Deich erworben und wird von der Stiftung Umwelt und Natur, Lotto und der Glücksspirale dabei unterstützt, dem  vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer eine neue Heimat bei uns zu schaffen.

Ein langwieriges Projekt, braucht es doch einige Jahre bis sich ein Erfolg einstellen kann.

Den Startschuß dazu könnt ihr auf dem nebenstehenden Foto sehen. Diesen Hirschkäfer konnte unser Vorstandsmitglied und Projektleiter Andreas Bingenheimer im letzten Jahr am Weg vor dem Grundstück beobachten und fotografieren.

 

Leider haben wir bisher aber noch mit einigen Uneinsichtigen und ihren Gartenmüllablagerungen sowie nächtlichen Störenfrieden zu kämpfen, die das Gehölz für Ihre Aktivitäten nutzen und sogar Holz vom Grundstück stehlen um es auf dem Deich abzufackeln. Man nennt dies wohl Hausfriedensbruch. Auch von Zäunen und (bereits schon teilweise wieder zerstörten) Hinweisschildern lässt man sich nicht abhalten.  Wir werden dort wohl Wildtierkameras zur Kontrolle einsetzen.

Zu wünschen wäre das hier bald Ruhe für Tier und Natur eintritt und unser Projekt ungestört durchgeführt werden  kann. Wir hoffen auf eine erfolgreiche Arbeit und brauchen bald einige helfende Hände um den dort abgelagerten Müll zu Entfernen und zu Entsorgen.

Unten zu sehendes Vogelhäuschen wurde unserem Mitglied Lothar Schaumberger zum Einstand in das neue Anwesen vom Vorbesitzer des Gehölzes überreicht. Es hat auch schon seinen Platz gefunden um den Vögeln dort ein neues zu Hause bieten zu können.

Weitere Quartiere für Vögel und Fledermäuse stehen noch auf unserer to do - Liste.

Dank an Liz von der Regionalstelle für das Erstellen des Projektschildes.

Text: Paul Britz

Stolz auf ihre Auszeichnung:  Vater u. Sohn Weingut H.-G. Becker     Foto: P. Britz
Stolz auf ihre Auszeichnung: Vater u. Sohn Weingut H.-G. Becker Foto: P. Britz

Nur noch wenige Rauchschwalben

Auf dem Traditionsweingut H.-G. Becker von 1870 trafen, wie in jedem Jahr Mitte April, pünktlich die Rauchschwalben bei Ihren Nestern ein. Doch leider haben diesmal aber nur noch zwei Pärchen den Weg zurück auf die Ludwigshöhe gefunden und der Rest von ca. 8 Nestern bleibt im Moment noch leer. Vielleicht gibt es ja noch ein paar interessierte Nachzügler um die vorhandenen Gelegenheiten zu Nutzen um Ihren Nachwuchs dort wieder aufzuziehen. Zur Freude aller Bewohner des ehemaligen Gasthofes und zur Erhaltung der Art. Immerhin wird hier ja auch das Nistmaterial komfortabel zur Verfügung gestellt.

Aber auch wenn die Schwalben in diesem Jahr nicht alle zurückkamen, so freut sich die gesamte Familie doch  über die angekommenen Tiere und die  Auszeichnung "Schwalben willkommen", die durch unsere NABU -Gruppe verliehen werden konnte! Urkunde und Infomaterial wurden überreicht und ein guter Platz zum Anbringen der Plakette wurde auch gefunden. Es soll hier auch Schlafplätze für Fledermäuse geben...

Text: P. Britz

Große Freude in Dolgesheim über Ihre Auszeichnung: Karin Dölla-Höhfeld mit Ihrem Mann.     Foto: P. Britz
Große Freude in Dolgesheim über Ihre Auszeichnung: Karin Dölla-Höhfeld mit Ihrem Mann. Foto: P. Britz

2. Auszeichnung für 2021

Freude über Ihre Auszeichnung gab es auch auf dem Höhfeldschen Anwesen in Dolgesheim. Doch leider ist die Situation hier noch dramatischer. Denn bisher hat in diesem Jahr hier keine Rauschwalbe ihren Nistplatz wieder bezogen. Dennoch möchte man den Schwalben, egal ob Rauch- oder Mehlschwalbe hier zusätzlich mit künstlichen Nisthilfen unter die Arme greifen und so vielleicht fehlendes Nistmaterial durch bereits fertige Nester ersetzen. Ein entsprechend angebrachtes Kotbrett soll für das einfachere beseitigen des Kots angebracht werden.

Wir wünschen ein erfolgreiches Projekt und das die Schwalben sich noch in diesem Jahr an ihrer alten Stelle wieder einquartieren. Vielleicht haben sie ja nur einen Zwischenstopp in wärmeren Gefilden eingelegt.

Eine geeignete Stelle zum Anbringen der Auszeichnungsplakette wurde dann auch hier schnell gefunden.

Text: P.Britz

Wir würden uns sehr freuen wenn weitere Menschen die Auszeichnung "Schwalben Willkommen"  in Anspruch nehmen würden. Bestimmt gibt es in der Nachbarschaft, wenn man selbst keine Tiere im oder am Haus hat, Menschen die man mit einer Auszeichnung erfreuen könnte. Dies gilt natürlich auch für die Aktionen Eulen und Fledermäuse ebenso.


Angekündigten Exkursionen und Führungen

 

Liebe NABU-Aktive und Naturfreunde,

 

Sofern es möglich ist, sind wir bestrebt die ausgefallenen Termine bei einer positiven Veränderung der Situation nachzuholen.

Wir verstehen, dass dies enttäuschend für Euch sein mag, aber in dieser beispiellosen Situation können wir die Sicherheit aller Teilnehmer leider nicht anders gewährleisten.

Wir bedanken uns für Euer Verständnis für unsere Entscheidung !

 

Saisonstart für den Großen Wiesenknopf

12 Wildkräuter für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Ein Bericht von Werner Schmitt und Jochen Eidel aus unserer NABU Gruppe

Aktuell befinden wir uns in der Phase zwei unseres Projektes Wiesenknopf Ameisenbläuling. Ein Projekt des NABU Rhein Selz mit Unterstützung der KV Mainz Bingen, zur Steigerung der Artenvielfalt.

 

Phase eins startete 2020 mit der Planung, Erarbeitung der Zielsetzung und den ersten Schritten zur Umsetzung im November 2020. Nach Auswahl der Fläche wurden im November 2020 ca. 50 Große Wiesenknöpfe, darüber hinaus, 15 kriechender Günsel (Nektarpflanze für die Wollbiene), 2 Teufelsabbiss - Pflanzen auf der vorbereiteten Fläche gepflanzt. Hinzu kommen noch ca. 20 versch. Sämereien aus Regionalsaaten, auch Samen vom großen Wiesenknopf der den Kältereiz braucht um aufzukeimen.

 

Diese Woche (31.03.) ist nun Phase zwei umgesetzt worden. Der Wiesenknopf Ameisenbläuling bevorzugt 12 verschiedene Wildkräuter die er gerne anfliegt und als Nektarpflanzen nutzt/saugt.(Eine Liste dazu kann gerne angefordert werden).

Diese wurden ausgesät.

 

Als Vorbereitung auf unsere geplante Exkursion am 15.5.2021 wurden kleine Robinienpfähle mit beschrifteten Schildern zur späteren Bestimmung, auch für Besucher die sich weniger gut auskennen, angebracht. Die gepflanzten Wildkräuter aus Nov.2020 sind gut angewachsen, man erkennt schon den ersten Aufwuchs.

 

Was für eine Freude, es wächst und gedeiht.

Das macht Hoffnung.

 

Im nächsten Schritt geht es darum, festzustellen ob die Notwendige rote Knotenameise auf der Projektfläche vorkommt. Dies geschieht Ende April in Form von Ködern (Zuckerwürfel). Die Fläche steht unter ständiger Beobachtung und unter Kontrolle darüber ob sich unerwünschte Beikräuter einfinden. Diese müssen entfernt werden. Wir halten die Fläche soweit als möglich frei.

 

Wir hoffen auf schöne Tage und immer wieder etwas Regen damit die Wildkräuter prächtig gedeihen um unseren kleinen Faltern eine optimale Lebensgrundlage zu schaffen damit sie fleißig in die Reproduktion einsteigen werden/können.

 

Übrigens: unsere Bedenken bezgl. Schäden durch Schwarzkittel haben sich nicht bestätigt. Wir sind von Wildschwein Attacken verschont geblieben. Die Fläche hat den Winter unbeschadet überstanden.

 

 

Bis zum nächsten Mal.

 

Grüße

 

Werner & Jochen

 

Unten findet ihr noch einige Bilder zum aktuellen Projekt von Jochen und Werner.

 

Download
Trockenheit verträgliche Wildkräuter.doc
Microsoft Word Dokument 13.9 KB

Futtertiernotstand der Wildvogelhilfe

 

F  U  T  T  E  R  T  I  E  R  N  O  T  S  T  A  N  D  !                       

 

                                    

bei unserem Wildvogelbetreuer Klaus Strupp in Dienheim.

 

Die ersten "Greife" sind bei Klaus schon wieder abgegeben (z.Z. 3) und werden betreut, da ereilt ihn diese Woche die Hiobsbotschaft das seine kostengünstige Abgabestelle keine Tiere mehr abgeben darf und stattdessen diese Tiere vernichtet werden müssen.

Die Frosttiere auf dem freien Markt zu erwerben ist aber eine kostspielige Sache!

 

Die letzte Futterrechnung belief sich für das Jahr 2020 auf etwas über 300€. Das kann unter diesen Bedingungen nicht gehalten werden, zumal das Aufkommen an zugebrachten Pfleglingen ständig im Anstieg begriffen ist. (Immer mehr Menschen sind in der Natur unterwegs!)

Ratten und Mäuse (auch Vögel) aller Art und Größe werden jedoch zur Fütterung der Patienten vor allem zum Aufpäppeln benötigt.

Und zwar sehr dringend!!

 

Deshalb hatten wir die Idee ob wir nicht innerhalb unserer Gruppe selbst aktiv werden können um Klaus und die Wildvögel u. -tiere zu unterstützen.

Viele von uns haben einen Garten. Einige auch Katzen.

Um die Nager loszuwerden haben viele zudem auch Fallen aufgestellt. (Schlag- sowie Lebendfallen)

Giftköder u.ä. scheiden aus!!

 

Die Idee:

Die, auf welche Art auch immer, gefangenen Tiere werden von jedem von uns gesammelt, eingefroren und dann an Klaus abgegeben. Der Zustand der Nager ist sekundär.

Auch Vögel welche die Katzen beibringen sind willkommen. Oft legen sie Ihre "Beute" ja demonstrativ an bestimmten Plätzen ab.

Einfach einsammeln, einfrieren und sich bei Klaus melden.

Das könnte die Versorgungslage verbessern und die Tierfutterkosten in einem erträglichen Rahmen halten.

Wir sind gerade dabei Sonderkonditionen mit einem großen Tierhandel (Zuchttiere) hier in der Region zu erwirken,

aber dies scheint nur mit mäßigem Erfolg zu gelingen.

Falls jemand noch andere Ideen hat: Her damit!!! Z.B. Connections zu einem Züchter oder Hühnerhof....... Bekannnte, Nachbarn u. Freunde ansprechen.... (Bitte direkt an Klaus wenden!)

 

Hier nochmal explizit die Erreichbarkeit von Klaus:

 

Nikolaus Strupp

Tel.: 0171/7079828 o. 06133/1616

Mail: nikolaus.strupp@web.de

 

Die zu versorgenden Tiere würden sich über Euren (zeitnahen!) regen Zuspruch und Beteiligung sehr freuen!

 

Euer Paul

 


Steinkauz 2021

 

 

Bitte beachten Sie auch die aktualisierten und berichtigten Termine zu der gedruckten Ausgabe !

 

 

Den Steinkauz 2021 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die aktualisierte Termin- und Veranstaltungsübersicht

für das Jahr 2021 finden Sie hier : LINK

 

 

 

Wir möchten darauf hinweisen das im Rahmen aller Veranstaltung eventuell Foto- und Videoaufnahmen zur Dokumentation und der Veröffentlichung auf dieser Homepage gemacht werden. Auch unter Umständen für Printmedien.

Sollten Sie Einwände gegen eine Veröffentlichung im Sinne der neuen Datenschutzverordnung ihrer Person oder Kinder haben möchten wir sie bitten den Exkursionsleiter bzw. den Fotografen höflich darauf hinzuweisen.

 


Fledermäuse willkommen

Die erste Auszeichnung 2020 geht nach Oppenheim!


Donnerstag 10.00 Uhr. Daniel und ich haben einen Termin für eine Auszeichnung in Oppenheim. Gleich zwei kleine Kolonien an Fledermäusen beherbergt Familie Leilich.

Vor dem Haus und hinter dem Haus. Doch die kleinen Säuger haben es vorgezogen vorne am Haus vor der Sonne zu weichen und sind kurzerhand ausgezogen. Doch hinten, Richtung Garten, sind die Spuren der anderen Bewohner unverkennbar. Hier sind sie unter dem Dachgebälk eingezogen.

Jutta Herzog-Leilich und Ihre Tochter freuen sich sehr über die Tiere. Sie zeigen uns die "Wohnstuben" und erzählen begeistert von Ihren Erlebnissen mit den Tieren. Traurig sind sie über den hitzebedingten Auszug. Was ein Jungtier veranlasst hatte vorzeitig herauszuklettern und herunter zu fallen und ohne menschliche Hilfe wohl nicht überlebt hätte.


Familie Leilich und Daniel Beier
Familie Leilich und Daniel Beier

Am Ende unseres Besuches stand dann die Auszeichnung mit Urkunde und Plakette. Mit Unterschrift der Landesvorsitzenden des NABU Cosima Lindemann (selbst  leidenschaftliche Fledermausexpertin) übereichte ich die Urkunde. Auch das zugehörige Infomaterial durfte dabei nicht fehlen.

Voller Stolz übernahmen beide Frauen die Auszeichnungen, wollten sich über den Platz für die Plakette aber noch nicht festlegen. Gut sichtbar halt am Haus.

Auf dem Foto seht ihr die beiden Ausgezeichneten und unseren Fledermausmann Daniel Beier, der die Betreuung für die Familie macht. Um festzustellen, um welche Art Fledermaus es sich handelt  und wieviele Tiere hier leben, wird er demnächst mit seinem Detektor erneut seine Aufwartung machen.

Wir sind gespannt um welche Fledermausart es sich handelt!

Text und Fotos: P. Britz


Fledermausmonitoring

Neues aus der Fledermauswelt und eine Nullfläche

Von Daniel Beier

Daniel Beier
Daniel Beier

Anfang April machte ich mich mal wieder in die Naturschutzgebiete Oppenheimer Wald und Eiskarb in Oppenheim auf. 2016 wurden dort alte Fledermauskästen saniert und neue Modelle aufgehängt. Insgesamt sind dort 50 Fledermauskästen in den Gebieten, um mittels einem Monitoring die vorhandenen Arten eventuell festzustellen. Die alten Kästen wurden in den 80er Jahren von Studenten der Uni Mainz zu einem Forschungsprojekt aufgehängt. Die Kästen werden, sofern es meine Arbeit zulässt, 2 Mal im Jahr kontrolliert und gelistet. Defekte Kästen werden ausgetauscht. Dieses Jahr stellte ich wieder voller Freude fest, das im gleichen Kasten eine Gruppe von fünf männlichen Großen Abenseglern wohnt. Diese Gruppe befindet sich seit Beginn des Projektes in diesem Kasten. Es kamen zur Zählung in verschiedenen Kästen drei Mückenfledermäuse dazu und eine Wasserfledermaus. Die Kästen werden also angenommen. Es ist jedoch erstrebenswert, alte Bäume zu erhalten und diese bis zur Totholzphase im Wald zu belassen. Dort entstehen natürliche Baumhohen und Spalten, die für die Fledermaus eine Luxusvilla darstellen. Unsere Nistkästen sind eher „Wohncontainer“ und sollten auch nur als Parallele für ein Monitoring aufgehängt werden. Sie stellen nie eine Alternative dar. Der Bestand in den Kästen zeigt nie die Bandbreite der vorhandenen Arten im natürlichen Wohnumfeld an.

© Daniel Beier
© Daniel Beier

Anfang Mai bekam ich einen Anruf der „Fledermaus WillKommen“ Projektleiterin für den Bereich RLP Süd Katharina Schritt des NABU Landesverbandes Rheinland - Pfalz. Sie fragte mich, ob ich an einem Monitoringprojekt teilnehmen möchte. In diesem Projekt werden die Bioakustiken von Fledermäusen mit passiven Detektoren aufgezeichnet. Eine Karte wird erstellt und zu den gewonnenen Lauten Forschungen betrieben. Klar, dass ich gerne bei dem Projekt teilnehmen wollte, sofern meine Dienstzeiten es zulassen. Der Haken an der Sache war nur, dass der Detektor keine Laute aufzeichnen soll. Es ist ist eine sogenannte Nullreferenz (Nullfläche). Wir suchten nun,  in einer sehr kurzen Zeit, also eine von der Landwirtschaft intensiv genutzten Fläche. Nach zwei Tagen fanden wir sie dann in der Gemarkung Nierstein. Dort wurde am Pfingstsamstag in luftiger Höhe mittels einer Leiter ein Detektorsystem zum Aufzeichnen von Fledermauslauten aufgehängt, die aber gar nicht da sein sollten. Alle 4 Wochen wird das System geprüft, Batterien ausgetauscht und die Speicher ausgelesen. Wir sind schon gespannt, ob sich nicht doch eine Fledermaus dorthin verirrt. Da Projekt läuft zwei Jahre und n der Zeit März bis November werden die Inspektionen durchgeführt. Nun nach der ersten Auswertung freute ich mich, durfte mich aber nicht freuen. Nach der ersten Detektorauswertung wurden verschiedene Arten aufgezeichnet. Die Auswertung dauert noch an, jedoch ist schon eimal sicher Zwergfledermäuse vorhanden. Auch ein ist noch nicht 100 % sicher, ob sich ein Abendsegler dort in den Baumreihen jagt. Nun ist aber sicher, dass wir einen neuen Standort wählen werden.

©Daniel Beier
©Daniel Beier

 

Die Zeit der Wochenstuben hat begonnen. Was für eine Stube ?…….fragen sich vielleicht einige Leser, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen. Dies sind die Aufzuchtwohnungen von weiblichen Fledermäusen. Je nach Art, befinden sie sich in Hausspalten, Dachstühlen und Baumhöhlen. Aus diesen Stuben können auch Jungtiere herausfallen. Bei einem Wohnungswechsel, kann das Jungtier ebenfalls von der Mutter herunterfallen. Meistens findet die Mutter das Jungtier wieder selbst. Es kann aber auch sein, dass die beiden nicht mehr zusammenfinden. So einen Fall hatte ich am Wochenendsamstag den 13.06.2020. Ich bekam ein Anruf aus Dexheim zu einem Fundtier, welches an der Hausfront am Nachmittag aufgefunden wurde. Vor Ort stellte ich fest, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelte. An der Häuserfront wurden durch dien Tierschützer Fledermauskästen in die Dämmfassade eingebaut. Er hatte noch gar nicht festgestellt, das aktuell ein Bestand unter seinem Dach wohnt. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet. Auf diesem Turm wurde das Jungtier am Abend zum Sonnenuntergang gesetzt und erfolgreich von seiner Mutter nach 30 Minuten abgeholt. Diese Rettungsaktion verlief sehr wünschenswert. Vielen Dank an die Finder von Fledermäusen, den Mitteilenden von Wochenstuben und allen Bürgern, die eine Beratung wünschen. Da wir alles in unserer Freizeit machen, können wir nicht ganz so schnell agieren.

 

Viele Grüße

Daniel Beier  (NABU Gruppe Rhein - Selz)

Fledermausschutz



Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2021

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 



Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

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