Stolz auf ihre Auszeichnung:  Vater u. Sohn Weingut H.-G. Becker     Foto: P. Britz
Stolz auf ihre Auszeichnung: Vater u. Sohn Weingut H.-G. Becker Foto: P. Britz

Nur noch wenige Rauchschwalben

Auf dem Traditionsweingut H.-G. Becker von 1870 trafen, wie in jedem Jahr Mitte April, pünktlich die Rauchschwalben bei Ihren Nestern ein. Doch leider haben diesmal aber nur noch zwei Pärchen den Weg zurück auf die Ludwigshöhe gefunden und der Rest von ca. 8 Nestern bleibt im Moment noch leer. Vielleicht gibt es ja noch ein paar interessierte Nachzügler um die vorhandenen Gelegenheiten zu Nutzen um Ihren Nachwuchs dort wieder aufzuziehen. Zur Freude aller Bewohner des ehemaligen Gasthofes und zur Erhaltung der Art. Immerhin wird hier ja auch das Nistmaterial komfortabel zur Verfügung gestellt.

Aber auch wenn die Schwalben in diesem Jahr nicht alle zurückkamen, so freut sich die gesamte Familie doch  über die angekommenen Tiere und die  Auszeichnung "Schwalben willkommen", die durch unsere NABU -Gruppe verliehen werden konnte! Urkunde und Infomaterial wurden überreicht und ein guter Platz zum Anbringen der Plakette wurde auch gefunden. Es soll hier auch Schlafplätze für Fledermäuse geben...

Text: P. Britz

Große Freude in Dolgesheim über Ihre Auszeichnung: Karin Dölla-Höhfeld mit Ihrem Mann.     Foto: P. Britz
Große Freude in Dolgesheim über Ihre Auszeichnung: Karin Dölla-Höhfeld mit Ihrem Mann. Foto: P. Britz

2. Auszeichnung für 2021

Freude über Ihre Auszeichnung gab es auch auf dem Höhfeldschen Anwesen in Dolgesheim. Doch leider ist die Situation hier noch dramatischer. Denn bisher hat in diesem Jahr hier keine Rauschwalbe ihren Nistplatz wieder bezogen. Dennoch möchte man den Schwalben, egal ob Rauch- oder Mehlschwalbe hier zusätzlich mit künstlichen Nisthilfen unter die Arme greifen und so vielleicht fehlendes Nistmaterial durch bereits fertige Nester ersetzen. Ein entsprechend angebrachtes Kotbrett soll für das einfachere beseitigen des Kots angebracht werden.

Wir wünschen ein erfolgreiches Projekt und das die Schwalben sich noch in diesem Jahr an ihrer alten Stelle wieder einquartieren. Vielleicht haben sie ja nur einen Zwischenstopp in wärmeren Gefilden eingelegt.

Eine geeignete Stelle zum Anbringen der Auszeichnungsplakette wurde dann auch hier schnell gefunden.

Text: P.Britz

Wir würden uns sehr freuen wenn weitere Menschen die Auszeichnung "Schwalben Willkommen"  in Anspruch nehmen würden. Bestimmt gibt es in der Nachbarschaft, wenn man selbst keine Tiere im oder am Haus hat, Menschen die man mit einer Auszeichnung erfreuen könnte. Dies gilt natürlich auch für die Aktionen Eulen und Fledermäuse ebenso.


Absage von angekündigten Exkursionen und Führungen

 

Liebe NABU-Aktive und Naturfreunde,

 

die Coronavirus-Pandemie ist allgegenwärtig und beeinflusst vehement unser aller Privat- und Arbeitsleben.

Aktuell ist unter anderem eine der wichtigsten Regeln die sozialen Kontakte einzuschränken und größere Menschenansammlungen zu vermeiden.

Aus diesem Grund sehen wir uns leider immer noch dazu gezwungen, weiterhin alle Exkursionen, Führungen und Veranstaltungen bis einschließlich 15. Mai abzusagen !

Danach werden wir uns bezüglich weiterer Maßnahmen erneut beraten und Euch entsprechend informieren.

Sofern es möglich ist, sind wir bestrebt die ausgefallenen Termine bei einer positiven Veränderung der Situation nachzuholen.

Wir verstehen, dass dies enttäuschend für Euch sein mag, aber in dieser beispiellosen Situation können wir die Sicherheit aller Teilnehmer leider nicht anders gewährleisten.

Wir bedanken uns für Euer Verständnis für unsere Entscheidung !

 

Saisonstart für den Großen Wiesenknopf

12 Wildkräuter für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Ein Bericht von Werner Schmitt und Jochen Eidel aus unserer NABU Gruppe

Aktuell befinden wir uns in der Phase zwei unseres Projektes Wiesenknopf Ameisenbläuling. Ein Projekt des NABU Rhein Selz mit Unterstützung der KV Mainz Bingen, zur Steigerung der Artenvielfalt.

 

Phase eins startete 2020 mit der Planung, Erarbeitung der Zielsetzung und den ersten Schritten zur Umsetzung im November 2020. Nach Auswahl der Fläche wurden im November 2020 ca. 50 Große Wiesenknöpfe, darüber hinaus, 15 kriechender Günsel (Nektarpflanze für die Wollbiene), 2 Teufelsabbiss - Pflanzen auf der vorbereiteten Fläche gepflanzt. Hinzu kommen noch ca. 20 versch. Sämereien aus Regionalsaaten, auch Samen vom großen Wiesenknopf der den Kältereiz braucht um aufzukeimen.

 

Diese Woche (31.03.) ist nun Phase zwei umgesetzt worden. Der Wiesenknopf Ameisenbläuling bevorzugt 12 verschiedene Wildkräuter die er gerne anfliegt und als Nektarpflanzen nutzt/saugt.(Eine Liste dazu kann gerne angefordert werden).

Diese wurden ausgesät.

 

Als Vorbereitung auf unsere geplante Exkursion am 15.5.2021 wurden kleine Robinienpfähle mit beschrifteten Schildern zur späteren Bestimmung, auch für Besucher die sich weniger gut auskennen, angebracht. Die gepflanzten Wildkräuter aus Nov.2020 sind gut angewachsen, man erkennt schon den ersten Aufwuchs.

 

Was für eine Freude, es wächst und gedeiht.

Das macht Hoffnung.

 

Im nächsten Schritt geht es darum, festzustellen ob die Notwendige rote Knotenameise auf der Projektfläche vorkommt. Dies geschieht Ende April in Form von Ködern (Zuckerwürfel). Die Fläche steht unter ständiger Beobachtung und unter Kontrolle darüber ob sich unerwünschte Beikräuter einfinden. Diese müssen entfernt werden. Wir halten die Fläche soweit als möglich frei.

 

Wir hoffen auf schöne Tage und immer wieder etwas Regen damit die Wildkräuter prächtig gedeihen um unseren kleinen Faltern eine optimale Lebensgrundlage zu schaffen damit sie fleißig in die Reproduktion einsteigen werden/können.

 

Übrigens: unsere Bedenken bezgl. Schäden durch Schwarzkittel haben sich nicht bestätigt. Wir sind von Wildschwein Attacken verschont geblieben. Die Fläche hat den Winter unbeschadet überstanden.

 

 

Bis zum nächsten Mal.

 

Grüße

 

Werner & Jochen

 

Unten findet ihr noch einige Bilder zum aktuellen Projekt von Jochen und Werner.

 


Lebendige Gärten

Förderpreis(e) der VG Rhein-Selz verliehen.

Foto: Gönner
Foto: Gönner

Die Preise i. R. des, von der VG Rhein-Selz ausgeschriebenen Förderpreis "Lebendige Gärten“, wurden am Samstag dem 06. März im Rathausgarten der Gemeinde Dexheim vergeben. Unser NABU-Mitglied Dr. Ursula Gönner begleitete die Aktion, zu der sich 40 Gartenbesitzer angemeldet hatten, als Jury-Mitglied. Sie unterstützte die Beigeordnete Christina Bitz und ihre MitarbeiterInnen durch Gartenbegehungen und Bewertungen der Gärten.

An 10 Gartenbesitzer wurde der Förderpreis, von jeweils 500 € übergeben. Die Kulisse der Preisverleihung war der schöne, naturnah gestaltete Rathausgarten in Dexheim.

 

Ausgezeichnet wurden Gärten, die durch ihre Gestaltung zur Artenvielfalt beitragen.

 

Wie man selbst einen naturnahen Garten gestalten kann, kann man auch auf der Garten-Seite des NABU RLP nachlesen:

https://rlp.nabu.de/natur-und-landschaft/garten/index.html.

 

Geschichte der lokalen Wildvogelhilfe….

 

„Eigentlich“ wollte unser NABU-Aktiver Nikolaus Strupp vor Jahren „nur“ als Vogelschutzberater innerhalb der VG Rhein-Selz aktiv sein.

Da die VG-Verwaltung trotz seiner wiederholten Intervention aber noch immer keine Tierrettung organisiert, fungiert der Vogelschützer mehr und mehr auch als Ersthelfer für verwaiste und verletzte Wildvögel.

Im Idealfall werden diese Tiere dann für weitere Pflegemaßnahmen in geeignete Auffangstationen vermittelt.

Nicht selten sind es aber widrige Umstände, die dazu führen, dass er einzelne Patienten, Kleinvögel ebenso wie Greife, auch für die Langzeitpflege in Obhut nehmen muss.

Beispielhaft ist etwa, dass in den zunehmend heißen Sommermonaten junge Mauersegler und Schwalben noch flugunfähig die Nester verlassen, während in den bekannten Pflegestationen bereits die Kapazitätsgrenzen überschritten sind.

Erheblich verschärft wird die Gesamtsituation vor allem aber durch die Tatsache, dass der Bestand an Hauskatzen (bundesweit aktuell ca. 15 Millionen!) und damit auch die Zahl der Freigänger (= Jäger) gerade im ländlichen Raum weiterhin rasant wächst.

In der Folge muss sich unser NABU-Mann vermehrt um gefiederte Opfer kümmern, die nach Katzenkontakt (durch Zähne und/oder Krallen) bakteriell infiziert sind.

Eine Überlebenschance besteht dann nur noch, wenn die tierärztliche Versorgung mit geeigneten Antibiotika innerhalb weniger Stunden erfolgt.

Was hier besonders tragisch ist: Nicht selten sind Katzenbesitzer, die einen verletzten Beutevogel zur Pflege geben, vom schlechten Gewissen geleitet und verheimlichen daher zunächst den eindeutigen Katzenkontakt!

Derart betroffene Vögel zählen vielfach für mehr als 2 Wochen zu den akuten Pflegefällen!

 

So kam über die Jahre eine ganze Menge an Besonderheiten zusammen, die der NABU-Aktive erlebt hat. Gerade aus der „Langzeitbeziehung“ zu einzelnen Pfleglingen resultierten wohl die markantesten Erfahrungen.

So gehört es für Nikolaus schon fast zum Repertoire, wenn ihm ausgewachsene Falken oder Waldohreulen, die er als verwaiste Nestlinge aufnehmen musste, kurz vor deren Auswilderung im Flug eine Beute aus der Hand reißen oder eben mal auf seinem Kopf landen!

 

Viel bedeutsamer ist für ihn jedoch die bleibende „Freundschaft“ mit dem Niersteiner Schwanenpaar - eine Bindung, die vor nunmehr 8 Jahren durch ein „Notgelege“ am dortigen Rheinufer ihren Anfang nahm.

Was war geschehen?! Die damals frisch befruchtete Schwanfrau war höchst wahrscheinlich kurz vor der Eiablage aus ihrem Brutrevier vertrieben worden und mit entsprechendem „Eidruck“ samt Partner am Niersteiner Ufer gelandet. Dort wurde das Ei dann auf den blanken Steinen (!) abgelegt. Besorgte Passanten, die dies bemerkt hatten, meldeten sich hilfesuchend bei Nikolaus, der sich rasch mit geeignetem Nistmaterial auf den Weg machte.

Ganz eilig wurde eine provisorische Nestmulde geschaffen, die die werdenden Eltern akribisch ergänzten, um sie schließlich mit insgesamt 4 Eiern „zu schmücken“!

Nach ca. 30 Tagen war die Erwartung am Rheinufer natürlich groß und nicht wenige Passanten teilten dort die Elternfreuden. Über die Jahre waren manche Turbulenzen und zweimal sogar die drohende Überflutung durch Hochwasser mit handfestem Einsatz zu meistern.

Die Freundschaft des Vogelschützers mit dem Schwanenpaar gipfelt in den jüngeren Jahren darin, dass er im zeitigen März schon erwartet wird, wenn er mit einem Bottich voller Nistmaterial ankommt. Dieses wird dann jeweils an einer Stelle ausgebreitet, die vom Hochwasser nicht tangiert werden kann.

Im Frühjahr 2020 folgten die Schwaneneltern ihrem Helfer sogar vom Niersteiner Bahnhof bis zum nördlichen Ende der Promenaden-Parkplätze, als er wieder mit seinem Bottich kam!

 

 

Über all dem steht für den NABU-Mann aber die Erfahrung, die er vor einigen Jahren während der Langzeitpflege einer Sumpfohreule machte. Als das verletzte Tier zu ihm kam, lautete der tierärztliche Befund sehr ernüchternd: Komplizierter Abriss in der Schulter mit nur minimaler Aussicht auf Wiedererlangung der vollen, lautlosen Flugfähigkeit! Was darauf folgte, war die Unterbringung in der Voliere von Nikolaus, die nach ganzen neun Monaten (!) ihren unerwartet glücklichen Abschluss fand! Begünstigend war dabei gewiss, dass sich schon nach kurzer Zeit eine für den Vogel völlig angstfreie Sphäre ergeben hatte. Was aber für die Fachwelt am erstaunlichsten war und blieb: Bereits nach ca. 3 Wochen begann die Eule, mit einem bestimmten „Amsellaut“ zu antworten, wenn sie von Nikolaus derart „angesprochen“ wurde. Und mehr noch: Bei den nächtlichen Fütterungen „forderte“ das Tier schon sehr bald ganz offensiv eben diesen Dialog! Ja, so beschreibt der Vogelschützer die eindeutige Kontaktsuche eines gefiederten Patienten, der zunächst seine Abhängigkeit erkennt, um schon bald zu spüren, dass ihm hier nur Gutes widerfahren wird!

Und das Ende dieser Geschichte? Es dauerte von Oktober bis in den Mai, bis die Sumpfohreule durch immer kräftigere Flügelschläge signalisierte, dass sie nun mehr Platz braucht - und den bekam sie dann in einer größeren Voliere in der Rüdesheimer Adlerwarte. Dort waren es nur noch wenige Wochen, bis sich die neue Gastgeberin zu fürchten begann, weil der Vogel bei den Fütterungen plötzlich lautlos (!) neben ihr „in der Luft stand“ - das sehnlich erhoffte Ergebnis nach vielen bangen Monaten! Im Juni warteten dann 4 begeisterte Augenzeugen gespannt auf den Flug der Eule in die wiedergewonnene Freiheit. Dieses nachhaltig beeindruckende Ereignis fand damals in den weitläufigen Feuchtgebieten bei Rhein-Dürkheim statt.

 

Für alle Pflegenden in der Wildvogelhilfe bedeuten die hier angeführten Beispiele aus der Praxis ein Leben zwischen Sterbebegleitung und der Hoffnung auf gelingende Wiederauswilderungen!

 

Bei alldem darf auch nicht vergessen werden, dass die Versorgung von verletzten/verwaisten Wildvögeln mit artgerechter Nahrung nicht unerhebliche Gelder verschlingt! So hat sich unsere NABU-Gruppe mit Blick auf die letzten 5 Jahre mit mehr als € 1.000,-- an den Kosten für die Fütterung von Kleinvögeln mit Insekten unterschiedlichster Arten beteiligt. Da war es ein großer Glücksfall, dass Nikolaus über lange Jahre völlig kostenlos (unbehandelte!) Labormäuse für die Versorgung zahlreicher Greifvögel, Graureiher und Rabenvögel bekommen konnte. Doch eben diese „Quelle“ ist ganz plötzlich versiegt, sodass von nun an auch noch horrende Kosten für den Einkauf tiefgefrorener Mäuse und Hühnerküken entstehen! Das wird die Kasse unserer NABU-Gruppe zusätzlich und spürbar belasten!

 

Weitere Info´s dazu : siehe weiter unten...


... und ein Bericht von der jüngsten Spenderin!

 

Als nun das Problem wachsender Kosten für die Futtermittel-Beschaffung erstmals publiziert wurde, machte unser NABU-Aktiver überraschende Erfahrungen der ganz anderen Art. Da meldete sich gleich mal ein großzügiges Mitglied unserer Gruppe, um sich spontan und zweckgebunden mit einer Spende von € 300,-- zu solidarisieren.

 

Weitaus verblüffender und völlig außergewöhnlich war jedoch das Spendenangebot der zehnjährigen Lieke Engelhardt, die sich nach Vermittlung durch ihren Vater telefonisch bei Nikolaus meldete. Ihr Anliegen war es, eine zunächst unbekannte Geldsumme, die sie im Rahmen privater Flohmärkte vereinnahmt hatte, für einen guten Zweck ihrer Wahl spenden zu wollen. Und: Es sollte, nach reiflicher Abwägung, unbedingt (!) ein Beitrag zur Versorgung von Pflegevögeln sein! Von Nikolaus wissen wir, dass er sich recht schwer damit tat, dieser zutiefst menschlichen Erfahrung den angemessenen Umgang mit der jungen Spenderin folgen zu lassen! Und was dabei heraus kam? Man einigte sich darauf, den nächsten, notwendigen Einkauf von Futtertieren zur „gemeinsamen Sache“ zu machen, und somit den schnöden Akt einer Geldübergabe zu umgehen! So kam es denn zum Ausverkauf des gesamten Bestandes an tiefgefrorenen Mäusen, die in einem örtlichen Fachhandel gerade zu haben waren. Und wenn noch mehr auf Lager gewesen wäre, dann hätte es stramme € 100,-- kosten dürfen – alle Achtung! Auch dieses Erlebnis mit der jungen Lieke wird sich bei Nikolaus zu den ewigen Erinnerungen anhaften….

Foto und Erlaubnis zu Veröffentlichung : T.Engelhardt
Foto und Erlaubnis zu Veröffentlichung : T.Engelhardt

 

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass das jetzige Ereignis seine „tierische Vorgeschichte“ hat: Lieke war es nämlich, die vor einigen Jahren für einen Mauersegler-Findling die passende Pflegestelle suchte und sich dadurch die Bekanntschaft mit Nikolaus entwickelte. Nachdem der Vogel bei unserem NABU-Mann flugfähig geworden war, konnte Lieke ihm damals auf der Oppenheimer Festwiese (in Anwesenheit der Kinder des Naturkindergartens) die Freiheit schenken…. ein wahrlich „erhebendes Gefühl“ für alle Beteiligten!


Futtertiernotstand der Wildvogelhilfe

 

F  U  T  T  E  R  T  I  E  R  N  O  T  S  T  A  N  D  !                       

 

                                    

bei unserem Wildvogelbetreuer Klaus Strupp in Dienheim.

 

Die ersten "Greife" sind bei Klaus schon wieder abgegeben (z.Z. 3) und werden betreut, da ereilt ihn diese Woche die Hiobsbotschaft das seine kostengünstige Abgabestelle keine Tiere mehr abgeben darf und stattdessen diese Tiere vernichtet werden müssen.

Die Frosttiere auf dem freien Markt zu erwerben ist aber eine kostspielige Sache!

 

Die letzte Futterrechnung belief sich für das Jahr 2020 auf etwas über 300€. Das kann unter diesen Bedingungen nicht gehalten werden, zumal das Aufkommen an zugebrachten Pfleglingen ständig im Anstieg begriffen ist. (Immer mehr Menschen sind in der Natur unterwegs!)

Ratten und Mäuse (auch Vögel) aller Art und Größe werden jedoch zur Fütterung der Patienten vor allem zum Aufpäppeln benötigt.

Und zwar sehr dringend!!

 

Deshalb hatten wir die Idee ob wir nicht innerhalb unserer Gruppe selbst aktiv werden können um Klaus und die Wildvögel u. -tiere zu unterstützen.

Viele von uns haben einen Garten. Einige auch Katzen.

Um die Nager loszuwerden haben viele zudem auch Fallen aufgestellt. (Schlag- sowie Lebendfallen)

Giftköder u.ä. scheiden aus!!

 

Die Idee:

Die, auf welche Art auch immer, gefangenen Tiere werden von jedem von uns gesammelt, eingefroren und dann an Klaus abgegeben. Der Zustand der Nager ist sekundär.

Auch Vögel welche die Katzen beibringen sind willkommen. Oft legen sie Ihre "Beute" ja demonstrativ an bestimmten Plätzen ab.

Einfach einsammeln, einfrieren und sich bei Klaus melden.

Das könnte die Versorgungslage verbessern und die Tierfutterkosten in einem erträglichen Rahmen halten.

Wir sind gerade dabei Sonderkonditionen mit einem großen Tierhandel (Zuchttiere) hier in der Region zu erwirken,

aber dies scheint nur mit mäßigem Erfolg zu gelingen.

Falls jemand noch andere Ideen hat: Her damit!!! Z.B. Connections zu einem Züchter oder Hühnerhof....... Bekannnte, Nachbarn u. Freunde ansprechen.... (Bitte direkt an Klaus wenden!)

 

Hier nochmal explizit die Erreichbarkeit von Klaus:

 

Nikolaus Strupp

Tel.: 0171/7079828 o. 06133/1616

Mail: nikolaus.strupp@web.de

 

Die zu versorgenden Tiere würden sich über Euren (zeitnahen!) regen Zuspruch und Beteiligung sehr freuen!

 

Euer Paul

 


Es gibt eine neue Rubrik auf unserer Homepage


Amphibienerfassung 2020 in unserer Region

Bericht von Dr. Barbara Geiger

Erste Ergebnisse aus den Untersuchungen 2020

 

Aktuell ist es schlecht bestellt für unsere Amphibien in den Rheinauen. Die Untersuchungen 2020 haben gezeigt, dass vor allem die ehemals sehr häufigen Erd- und Knoblauchkröten kaum noch zu finden sind. Nicht viel besser steht es um Teich- und Kammmolche. Wegen des Klimawandels stehen die Amphibien nun unter zusätzlichem Druck, denn ihre Larven und Kaulquappen können sich nur im Wasser entwickeln. In den letzten Jahren trockneten die Laichgewässer viel zu früh aus, als dass sich eine nennenswerte Anzahl der Larven vollständig entwickeln konnte. Der Wassermangel als Folge des Klimawandels wird als aktuelle hauptsächliche Bedrohung für die Amphibien vermutet. Verschärft wird die Situation durch zunehmende Entnahmen des Grundwassers für die Landwirtschaft und zunehmende Uferfiltratgewinnung für die Trinkwasseraufbereitung. Top-Prädatoren wie Kalikokrebs, Sonnenbarsch, Schwarzmeergrundel in Angelgewässern, hoher Wildschweinbestand sowie weitere Zerstörung von Lebensräumen durch Bebauung sind weitere Beeinträchtigungen.

 

Zur Diskussion stehen tiefergehende Untersuchungen der Habitate sowie Zucht und Auswilderung von Larven.

 

Weitere Informationen bei Barbara Geiger, Mobil: 0162 757 0659

 

Hier kann der vollständige Bericht mit vielen Bildern heruntergeladen werden.

 

 

Download
Amphibienerfassung 2020 Dr. Barbara Geiger
Bericht und Dokumentation, Monitoring
Bericht Amphibienerfassung Oppenheim_Gun
Adobe Acrobat Dokument 4.1 MB

Steinkauz 2021

 

 

Bitte beachten Sie auch die aktualisierten und berichtigten Termine zu der gedruckten Ausgabe !

 

 

Den Steinkauz 2021 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die aktualisierte Termin- und Veranstaltungsübersicht

für das Jahr 2021 finden Sie hier : LINK

 

 

 


Dunkler Wiesenkopf Ameisenbläuling

(Phengaris nausithous, syn. Maculinea nausithous und Glaucopsyche nausithous)

Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling Stella Mielke Naturgucker
Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling Stella Mielke Naturgucker
Alles dreht sich um den Wiesenknopf - NABU-Projekt für seltenen Falter
(Text: R. Michalski)
Er ist eher unscheinbar - und doch ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling etwas ganz besonderes: "Wo dieser kleine Tagfalter mit den blau schimmernden Flügeloberseiten lebt, ist die Natur noch weitgehend in Ordnung. Naturschutzmaßnahmen, die dem Falter dienen, kommen einer Vielzahl von anderen Arten zugute", erklärt unser Werner Schmitt. In den bunten Stromtalwiesen bei Oppenheim gäbe es noch vereinzelte Populationen des durch deutsches und europäisches Naturschutzrech besonders geschützten Schmetterlings, die der NABU Rhein-Selz nun mit einem von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen geförderten Projekt unterstützen will.
Lebensmittelpunkt des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings ist der Große Wiesenknopf. Die Blüten dieser heute selten gewordenen Pflanzenart der feuchten Wiesen dienen den Faltern als Nahrungsquelle, Ruhe- und Rendezvousplatz sowie zur Eiablage. Die Raupen fressen zunächst nur an den Blüten, im Lauf ihrer Entwicklung lassen sie sich aber von der Pflanze fallen und von Roten Knotenameisen in deren Nester tragen. Dort leben sie bis zur Verwandlung zum Schmetterling im nächsten Sommer und ernähren sich - mit Duldung der Ameisen! - von deren Brut. Im Gegenzug erhalten die Ameisen ein süßes Sekret.
"Wir haben uns sehr gefreut, als wir im letzten Frühjahr auf einer von uns gepflegten Wiese einige Exemplare des Großen Wiesenknopfs entdeckten, und das in der Nachbarschaft zu einem Vorkommen des seltenen Falters", berichtet Schmitt. Durch Anpflanzung und Aussaat von regional gewonnenem Saatgut soll nun der Bestand der Pflanze deutlich erhöht werden - zum Wohle des Bläulings und vieler anderer Tierarten, die so ein Angebot ebenfalls zu schätzen wissen. Da die Samen des Großen Wiesenknopfes zur Keimung einen Kältereiz brauchen, musste das Projekt noch in diesem Jahr starten. Im Frühjahr sollen zudem vorgezogene Exemplare ausgepflanzt werden. Geplant sei zudem noch ein ähnliches Projekt an der Selz.   
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Trockenheit verträgliche Wildkräuter.doc
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Eisvogel trifft Goldfisch

 

Direkt nach dem Hausbau war mir klar das wir uns auch einen Gartenteich anlegen erzählt Gunther Best. Neben meinem Interesse an Fischen wollte ich aber auch Zonen für andere Tierarten wie Vögel, Amphibien und Insekten schaffen.

 

So haben wir nun unser eigenes Feuchtbiotop und können von Wohnzimmer und Terrasse aus das Treiben im, am und rund um den Teich beobachten.

 

Ein neues Highlight in diesem Jahr ist der kontinuierliche Besuch eines Eisvogels, den ich nun auch dank eines guten Fotoapparats endlich einmal ablichten konnte.

Text u. Bilder : Gunther Best, Ludwigshöhe im November 2020


Angebot kostenlose NABU Online Seminare

Liebe NABUler*innen, NAJUler*innen,

nach unserer ersten erfolgreichen Web-Seminarreihe organisiert die NABU-BAG Nachhaltigkeit eine zweite Reihe mit 13 Vorträgen und Diskussionsangeboten. Wir richten uns an alle im NABU, die am weiten Themenfeld der Nachhaltigkeit interessiert sind, insbesondere jene, die diese Impulse in Ihre Ortsgruppen tragen oder in ihrem Alltag nutzen möchten.FORMAT: Jedes Online-Seminar dauert etwa 90 Minuten und wird über die Videoplattform Zoom abgehalten. Es besteht entweder aus einem Impulsvortrag von maximal 40 Minuten mit anschließender Diskussion, oder aus einem interaktiven Format, welches sich über die gesamte Zeit erstreckt. Die Vorträge sind als Denkimpulse von vorwiegend Ehrenamtlichen zu verstehen.

Die TEILNAHME erfolgt durch Eintreten in den Online-Meetingraum (Zoom) Online: zoom.us/j/4653936321 | Passwort: SDG

 

Für weitere Informationen und die Termine bitte den Link benutzen oder unter Links aufrufen!

Wir möchten darauf hinweisen das im Rahmen aller Veranstaltung eventuell Foto- und Videoaufnahmen zur Dokumentation und der Veröffentlichung auf dieser Homepage gemacht werden. Auch unter Umständen für Printmedien.

Sollten Sie Einwände gegen eine Veröffentlichung im Sinne der neuen Datenschutzverordnung ihrer Person oder Kinder haben möchten wir sie bitten den Exkursionsleiter bzw. den Fotografen höflich darauf hinzuweisen.

 


Fledermäuse willkommen

Die erste Auszeichnung 2020 geht nach Oppenheim!


Donnerstag 10.00 Uhr. Daniel und ich haben einen Termin für eine Auszeichnung in Oppenheim. Gleich zwei kleine Kolonien an Fledermäusen beherbergt Familie Leilich.

Vor dem Haus und hinter dem Haus. Doch die kleinen Säuger haben es vorgezogen vorne am Haus vor der Sonne zu weichen und sind kurzerhand ausgezogen. Doch hinten, Richtung Garten, sind die Spuren der anderen Bewohner unverkennbar. Hier sind sie unter dem Dachgebälk eingezogen.

Jutta Herzog-Leilich und Ihre Tochter freuen sich sehr über die Tiere. Sie zeigen uns die "Wohnstuben" und erzählen begeistert von Ihren Erlebnissen mit den Tieren. Traurig sind sie über den hitzebedingten Auszug. Was ein Jungtier veranlasst hatte vorzeitig herauszuklettern und herunter zu fallen und ohne menschliche Hilfe wohl nicht überlebt hätte.


Familie Leilich und Daniel Beier
Familie Leilich und Daniel Beier

Am Ende unseres Besuches stand dann die Auszeichnung mit Urkunde und Plakette. Mit Unterschrift der Landesvorsitzenden des NABU Cosima Lindemann (selbst  leidenschaftliche Fledermausexpertin) übereichte ich die Urkunde. Auch das zugehörige Infomaterial durfte dabei nicht fehlen.

Voller Stolz übernahmen beide Frauen die Auszeichnungen, wollten sich über den Platz für die Plakette aber noch nicht festlegen. Gut sichtbar halt am Haus.

Auf dem Foto seht ihr die beiden Ausgezeichneten und unseren Fledermausmann Daniel Beier, der die Betreuung für die Familie macht. Um festzustellen, um welche Art Fledermaus es sich handelt  und wieviele Tiere hier leben, wird er demnächst mit seinem Detektor erneut seine Aufwartung machen.

Wir sind gespannt um welche Fledermausart es sich handelt!

Text und Fotos: P. Britz


Fledermausmonitoring

Neues aus der Fledermauswelt und eine Nullfläche

Von Daniel Beier

Daniel Beier
Daniel Beier

Anfang April machte ich mich mal wieder in die Naturschutzgebiete Oppenheimer Wald und Eiskarb in Oppenheim auf. 2016 wurden dort alte Fledermauskästen saniert und neue Modelle aufgehängt. Insgesamt sind dort 50 Fledermauskästen in den Gebieten, um mittels einem Monitoring die vorhandenen Arten eventuell festzustellen. Die alten Kästen wurden in den 80er Jahren von Studenten der Uni Mainz zu einem Forschungsprojekt aufgehängt. Die Kästen werden, sofern es meine Arbeit zulässt, 2 Mal im Jahr kontrolliert und gelistet. Defekte Kästen werden ausgetauscht. Dieses Jahr stellte ich wieder voller Freude fest, das im gleichen Kasten eine Gruppe von fünf männlichen Großen Abenseglern wohnt. Diese Gruppe befindet sich seit Beginn des Projektes in diesem Kasten. Es kamen zur Zählung in verschiedenen Kästen drei Mückenfledermäuse dazu und eine Wasserfledermaus. Die Kästen werden also angenommen. Es ist jedoch erstrebenswert, alte Bäume zu erhalten und diese bis zur Totholzphase im Wald zu belassen. Dort entstehen natürliche Baumhohen und Spalten, die für die Fledermaus eine Luxusvilla darstellen. Unsere Nistkästen sind eher „Wohncontainer“ und sollten auch nur als Parallele für ein Monitoring aufgehängt werden. Sie stellen nie eine Alternative dar. Der Bestand in den Kästen zeigt nie die Bandbreite der vorhandenen Arten im natürlichen Wohnumfeld an.

© Daniel Beier
© Daniel Beier

Anfang Mai bekam ich einen Anruf der „Fledermaus WillKommen“ Projektleiterin für den Bereich RLP Süd Katharina Schritt des NABU Landesverbandes Rheinland - Pfalz. Sie fragte mich, ob ich an einem Monitoringprojekt teilnehmen möchte. In diesem Projekt werden die Bioakustiken von Fledermäusen mit passiven Detektoren aufgezeichnet. Eine Karte wird erstellt und zu den gewonnenen Lauten Forschungen betrieben. Klar, dass ich gerne bei dem Projekt teilnehmen wollte, sofern meine Dienstzeiten es zulassen. Der Haken an der Sache war nur, dass der Detektor keine Laute aufzeichnen soll. Es ist ist eine sogenannte Nullreferenz (Nullfläche). Wir suchten nun,  in einer sehr kurzen Zeit, also eine von der Landwirtschaft intensiv genutzten Fläche. Nach zwei Tagen fanden wir sie dann in der Gemarkung Nierstein. Dort wurde am Pfingstsamstag in luftiger Höhe mittels einer Leiter ein Detektorsystem zum Aufzeichnen von Fledermauslauten aufgehängt, die aber gar nicht da sein sollten. Alle 4 Wochen wird das System geprüft, Batterien ausgetauscht und die Speicher ausgelesen. Wir sind schon gespannt, ob sich nicht doch eine Fledermaus dorthin verirrt. Da Projekt läuft zwei Jahre und n der Zeit März bis November werden die Inspektionen durchgeführt. Nun nach der ersten Auswertung freute ich mich, durfte mich aber nicht freuen. Nach der ersten Detektorauswertung wurden verschiedene Arten aufgezeichnet. Die Auswertung dauert noch an, jedoch ist schon eimal sicher Zwergfledermäuse vorhanden. Auch ein ist noch nicht 100 % sicher, ob sich ein Abendsegler dort in den Baumreihen jagt. Nun ist aber sicher, dass wir einen neuen Standort wählen werden.

©Daniel Beier
©Daniel Beier

 

Die Zeit der Wochenstuben hat begonnen. Was für eine Stube ?…….fragen sich vielleicht einige Leser, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen. Dies sind die Aufzuchtwohnungen von weiblichen Fledermäusen. Je nach Art, befinden sie sich in Hausspalten, Dachstühlen und Baumhöhlen. Aus diesen Stuben können auch Jungtiere herausfallen. Bei einem Wohnungswechsel, kann das Jungtier ebenfalls von der Mutter herunterfallen. Meistens findet die Mutter das Jungtier wieder selbst. Es kann aber auch sein, dass die beiden nicht mehr zusammenfinden. So einen Fall hatte ich am Wochenendsamstag den 13.06.2020. Ich bekam ein Anruf aus Dexheim zu einem Fundtier, welches an der Hausfront am Nachmittag aufgefunden wurde. Vor Ort stellte ich fest, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelte. An der Häuserfront wurden durch dien Tierschützer Fledermauskästen in die Dämmfassade eingebaut. Er hatte noch gar nicht festgestellt, das aktuell ein Bestand unter seinem Dach wohnt. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet. Auf diesem Turm wurde das Jungtier am Abend zum Sonnenuntergang gesetzt und erfolgreich von seiner Mutter nach 30 Minuten abgeholt. Diese Rettungsaktion verlief sehr wünschenswert. Vielen Dank an die Finder von Fledermäusen, den Mitteilenden von Wochenstuben und allen Bürgern, die eine Beratung wünschen. Da wir alles in unserer Freizeit machen, können wir nicht ganz so schnell agieren.

 

Viele Grüße

Daniel Beier  (NABU Gruppe Rhein - Selz)

Fledermausschutz


Neues aus der Gautorschule

Gritt Nadler berichtet über Ergebnisse und Erlebnisse bei Insektenhotel und Wildblumen im Schulhof

© Gritt Nadler 2020
© Gritt Nadler 2020
Im letzten Schuljahr haben wir, Kinder der Grundschule "Am Gautor" Oppenheim, uns in der Projektwoche mit dem Thema Insekten beschäftigt. Dabei hat uns die NABU Gruppe Rhein-Selz unterstützt und in diesem Rahmen ein Insektenhotel für unseren Schulgarten gebaut. Unter unserer Mithilfe.
Mittlerweile steht eine schöne Wildblumenwiese vor dem "Hotel" und lädt ganz viele Hummeln, Wildbienen und weitere Insekten dazu ein, hier Nektar zu sammeln und zu verweilen. "Es summt und brummt" jetzt im Hotel nach dem gleichnamigen Titel des Projektes. Die Kinder beobachten fasziniert die Insekten und jeder trägt sein Wissen dazu bei und informiert die Mitschüler! Gerne sind sie in der Pause auf Beobachtungsposten vor den Blumen und entdecken die Natur und ihre Lebewesen. Vielen Dank an die NABU Gruppe und besonders Herrn Werner Schmitt, der der Grundschule und seinen Schülern so ein Naturerlebnis ermöglicht hat!
Gritt Nadler

Der Fortschritt im direkten Vergleich:

2019                                                                                                                      2020


Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2021

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 


Artenvielfalt und Infektionskrankheiten

Anmerkungen von Dr. Barbara Geiger, April 2020

 Derzeit überschlagen sich mal wieder die Schlagzeilen an der Schuldfrage der Corona-Pandemie. Der Mensch kann wohl nicht anders. In schwierigen Situationen braucht es einen Schuldigen, auf den man all seine Angst, Wut und Hilflosigkeit oder auch Inkompetenz projizieren kann. Der eigentliche Gegner ist ja unsichtbar und somit nicht fassbar. Für die einen ist es der böse Chinese, andere möchten der Fledermaus den Garaus machen, vielleicht sind auch irgendwann die Naturschützer schuld oder Menschen mit grünen Augen… Wer weiß.

Anfang April gab es in den Medien eine Pressemitteilung des Bundeministeriums für Umwelt zum Thema Artenvielfalt und Epidemien, https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann-risiko-kuenftiger-seuchen-verringern/. Diese ging jedoch im allgemeinen Trubel rasch wieder unter und die Medien zeigten auch kein weiteres Interesse. Um der einseitigen Medienberichterstattung vom bösen Chinesen etwas entgegen zu setzen, finde ich es wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Entstehung von Infektionskrankheiten hervorzuheben. Die unten stehenden Artikel erklären den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Epidemien sehr gut.

Zum Thema Artenvielfalt und Infektionskrankheiten wird seit Jahrzehnten geforscht und auch hier herrscht Einigkeit unter den Wissenschaftlern: Der Erhalt der Artenvielfalt ist essentiell, um das Risiko von Epidemien zu mindern. Gut belegt ist, dass circa 70 Prozent der menschlichen Infektionserreger ursprünglich aus dem Tierreich stammen, darunter so üble Gesellen wie HIV, Ebola, Influenza, MERS und SARS. Besonders offenkundig ist die Gefahr von Übertragungen auf Wildtiermärkten, wo Menschen und unterschiedliche Tierarten auf engstem Raum zusammenkommen und die Tiere zusammengepfercht und unter hygienisch unhaltbaren Zuständen verwahrt werden. Viel grundlegender jedoch ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen wahrscheinlicher wird, wenn Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus dem Gleichgewicht geraten. Und unsere Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Takt. War vor wenigen Monaten noch der Klimawandel das beherrschende Thema in der Gesellschaft, wurde dieses durch die direktere Bedrohung Corona verdrängt. Beide haben jedoch dieselbe Ursache.

Am Institut für Virologie der Charite in Berlin wird nicht nur an Coronaviren geforscht sondern auch zur Entstehung und Ausbreitung epidemischer Viren. Dr. Sandra Junglen, Leiterin der Forschungsgruppe sagt: "Die Entstehung zahlreicher Krankheiten kann mit dem Vordringen des Menschen in vormals unberührte Natur erklärt werden. Intensive Landnutzung, die Verbreitung von Monokulturen oder Rodungen von Wäldern führen zu einem Verlust der Artenvielfalt und verändern die Zusammensetzung der Säugetierpopulationen. Weniger Artenvielfalt bedeutet mehr Tiere einer Art im selben Lebensraum. Wenn das Ökosystem derart aus dem Gleichgewicht gerät, können sich Infektionskrankheiten besser verbreiten. Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme können vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützen."

Auch Corona ist letztlich menschengemacht und keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe. Unsere Naturschutzarbeit wird immer wertvoller und wichtiger.

 

Viele Grüße

Barbara

Quellen:


Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

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