Dunkler Wiesenkopf Ameisenbläuling

(Phengaris nausithous, syn. Maculinea nausithous und Glaucopsyche nausithous)

Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling Stella Mielke Naturgucker
Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling Stella Mielke Naturgucker
Alles dreht sich um den Wiesenknopf - NABU-Projekt für seltenen Falter
(Text: R. Michalski)
Er ist eher unscheinbar - und doch ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling etwas ganz besonderes: "Wo dieser kleine Tagfalter mit den blau schimmernden Flügeloberseiten lebt, ist die Natur noch weitgehend in Ordnung. Naturschutzmaßnahmen, die dem Falter dienen, kommen einer Vielzahl von anderen Arten zugute", erklärt unser Werner Schmitt. In den bunten Stromtalwiesen bei Oppenheim gäbe es noch vereinzelte Populationen des durch deutsches und europäisches Naturschutzrech besonders geschützten Schmetterlings, die der NABU Rhein-Selz nun mit einem von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen geförderten Projekt unterstützen will.
Lebensmittelpunkt des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings ist der Große Wiesenknopf. Die Blüten dieser heute selten gewordenen Pflanzenart der feuchten Wiesen dienen den Faltern als Nahrungsquelle, Ruhe- und Rendezvousplatz sowie zur Eiablage. Die Raupen fressen zunächst nur an den Blüten, im Lauf ihrer Entwicklung lassen sie sich aber von der Pflanze fallen und von Roten Knotenameisen in deren Nester tragen. Dort leben sie bis zur Verwandlung zum Schmetterling im nächsten Sommer und ernähren sich - mit Duldung der Ameisen! - von deren Brut. Im Gegenzug erhalten die Ameisen ein süßes Sekret.
"Wir haben uns sehr gefreut, als wir im letzten Frühjahr auf einer von uns gepflegten Wiese einige Exemplare des Großen Wiesenknopfs entdeckten, und das in der Nachbarschaft zu einem Vorkommen des seltenen Falters", berichtet Schmitt. Durch Anpflanzung und Aussaat von regional gewonnenem Saatgut soll nun der Bestand der Pflanze deutlich erhöht werden - zum Wohle des Bläulings und vieler anderer Tierarten, die so ein Angebot ebenfalls zu schätzen wissen. Da die Samen des Großen Wiesenknopfes zur Keimung einen Kältereiz brauchen, musste das Projekt noch in diesem Jahr starten. Im Frühjahr sollen zudem vorgezogene Exemplare ausgepflanzt werden. Geplant sei zudem noch ein ähnliches Projekt an der Selz.   

NABU-Wildkräuterbotschafter beraten Gartenfreunde

Marliese und Werner Schmitt aus Nieder-Olm sind Natur- und Gartenfans.

Beim NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen in Bingen-Gaulsheim haben sie sich zu ehrenamtlichen NABU-Wildkräuterbotschaftern ausbilden lassen. Nun möchten sie ihr Wissen unter die Leute bringen und bieten eine kostenlose Gartenberatung für Naturfreunde an.

 Angesichts drängender Umweltprobleme wie Insektensterben und Klimawandel fragt sich so mancher Gartenfreund, wie er seinen Garten zum Wohl der Natur für die Zukunft fit machen kann. Hier können die Schmitts weiterhelfen! Sie zeigen im persönlichen Gespräch, wie man Gärten insektenfreundlich umgestaltet, welche heimischen Pflanzen dafür am besten geeignet sind und wo man diese herbekommt. Auch haben sie Tipps, wie man aus einem lebensfeindlichen Schottergarten einen lebendigen Steingarten entwickelt. Eine komplette Gartenplanung ersetzt das Angebot jedoch nicht. Die Schmitts sind erreichbar unter Tel. 0151 41200973 oder m.w.schmitt@gmx.net.

(Text: Rainer Michalski  Foto: Werner Schmitt)

 

Rucola-Kapuzinerkresse-Pesto

 

Würzig, pikant und supergesund

 

Zutaten: 12-14 gesunde Blätter der Kapuzinerkresse, 1 Handvoll Rucola ( im Garten kann man beides noch ernten), 2EL Haselnusskerne, 40g frisch geriebener Pecorino, ½ Knoblauchzehe, 6EL Olivenöl, 4 Tropfen Limettensaft, Salz und Pfeffer. Außerdem 1 Glas mit Deckel.

Zubereitung: Kapuzinerkresse und Rucola kurz abbrausen, trocken tupfen und klein schneiden. Zusammen mit Nüssen, Käse, Knoblauch und Olivenöl im Mixer zu einer sämigen Masse verarbeiten. Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und in das Glas füllen.

Achten Sie darauf, dass keine Luftblasen eingeschlossen sind. Haltbarkeit im Kühlschrank 2 Monate.

Verwendung: Aufs Brot, für Soßen, Nudel- und Gemüsegerichte.

 

 

Inhaltstoffe: Kapuzinerkresse und Rucola sind reich an wertvollen Senfölen, die gegen Viren, Bakterien und Pilze wirksam sind, das Immunsystem stärken und Entzündungen entgegenwirken.

 

 

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Trockenheit verträgliche Wildkräuter.doc
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Eisvogel trifft Goldfisch

 

Direkt nach dem Hausbau war mir klar das wir uns auch einen Gartenteich anlegen erzählt Gunther Best. Neben meinem Interesse an Fischen wollte ich aber auch Zonen für andere Tierarten wie Vögel, Amphibien und Insekten schaffen.

 

So haben wir nun unser eigenes Feuchtbiotop und können von Wohnzimmer und Terrasse aus das Treiben im, am und rund um den Teich beobachten.

 

Ein neues Highlight in diesem Jahr ist der kontinuierliche Besuch eines Eisvogels, den ich nun auch dank eines guten Fotoapparats endlich einmal ablichten konnte.

Text u. Bilder : Gunther Best, Ludwigshöhe im November 2020

Apfelernte Nachlese

Auf der Streuobstwiese " Borngässer " am 10.10.2020

Am Samstag, den 10.Oktober, haben nochmals fleissiger Helfer

auf der Streuobstwiese " Borngässer " , in Nierstein, Äpfel geerntet ....

Bei dem zweiten Ernteeinsatz auf dieser Fläche wurden wir nochmals mit ca. 900kg Äpfeln belohnt,

die ebenfalls für die Herstellung von leckerem Saft verwendet werden.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer bei dieser Aktion !

 

Aktualisierung :  Inzwischen wurde der gesamte Ertrag des köstlichen Apfelsafts an die                                         jeweiligen Interessenten verteilt  :-)

Angebot kostenlose NABU Online Seminare

Liebe NABUler*innen, NAJUler*innen,

nach unserer ersten erfolgreichen Web-Seminarreihe organisiert die NABU-BAG Nachhaltigkeit eine zweite Reihe mit 13 Vorträgen und Diskussionsangeboten. Wir richten uns an alle im NABU, die am weiten Themenfeld der Nachhaltigkeit interessiert sind, insbesondere jene, die diese Impulse in Ihre Ortsgruppen tragen oder in ihrem Alltag nutzen möchten.FORMAT: Jedes Online-Seminar dauert etwa 90 Minuten und wird über die Videoplattform Zoom abgehalten. Es besteht entweder aus einem Impulsvortrag von maximal 40 Minuten mit anschließender Diskussion, oder aus einem interaktiven Format, welches sich über die gesamte Zeit erstreckt. Die Vorträge sind als Denkimpulse von vorwiegend Ehrenamtlichen zu verstehen.

Die TEILNAHME erfolgt durch Eintreten in den Online-Meetingraum (Zoom) Online: zoom.us/j/4653936321 | Passwort: SDG

 

Für weitere Informationen und die Termine bitte den Link benutzen oder unter Links aufrufen!


Pflegemaßnahmen abgeschlossen!

Wir haben unseren letzten Pflegeeinsatz am Samstag (19.09.) am alten Golfplatz erfolgreich abgeschlossen.

Dank aller Helfer haben wir es geschaff!

Unsere letzte Landschaftspflegemassnahme konnten wir an einem Tag abschliessen.

Vielen Dank an alle die uns dabei unterstützt haben. Gasthelfer, Aktive und ehrenamtliche Helfer die teilweise auch aus größeren Entfernungen angereist waren.

Es war ein schönes Erlebnis bei bestem Wetter. Und auch die Versorgung war wie immer sichergestellt.

Wir wünschen allen beste Gesundheit und das wir uns im nächsten Jahr bei unseren Einsätzen wieder sehen werden.

Wir hoffen auch darauf das unsere Exkursionen dann wieder stattfinden, der Baumschnitt und Ausflüge und Wanderungen. Egal ob es um Vögel , Blumen oder Schmetterlinge geht oder um die Apfelernte.

Unseren Stammtisch würden wir im IV. Quartal gerne wieder aufleben lassen.

Mehr dazu in der Tagespresse oder hier auf der Homepage. Und natürlich über den Stammtischverteiler.

 

Herzliche Grüße

 

Euer Paul            (Fotos folgen!)

 

Apfelaktion am 11.09.2020 erfolgreich

Wir haben Äpfel in Schwabsburg geerntet

Apfelernte 2018
Apfelernte 2018

Heute (11.09.) haben wir in Schwabsburg auf unseren Streuobstwiesen unsere Apfelernte durchgeführt. Viele Gäste waren trotz hoher Temperaturen dabei und haben uns dabei tatkräftig unterstützt.

Herzlichen Dank für Euren Einsatz!

 

Trotz Freitag und  Start um 14.30 Uhr  hatten wir bereits gegen 17.00 Uhr unsere Ladung komplett und waren dabei auch ziemlich platt.

 

Das endgültige Ernteergebnis in Kg o. Zentnern und den daraus resultierenden  Apfelsaft in Litern, werden wir morgen erfahren. Um 10.00Uhr geht es los in Rüsselsheim mit dem Keltern.

Anbei noch ein paar Impressionen von unserem gemeinsamen Erlebnis.

 

Gruß

 

Paul

 

Der Apfelsaft wurde zum Selbstkostenpreis in 5 Liter Behältnissen abgegeben.

 

Mittlerweile wurde die gesamte Menge Apfelsaft  an die jeweiligen Interessenten abgegeben !!

Es ist kein Apfelsaft mehr bei uns erhältlich aber das nächste Erntejahr kommt bestimmt ... :-)

 

 

Euer

Paul

05.09.2020 Oppenheim am Flugplatz

Unser Einsatz vergangenen Samstag in Bildern und die Vorankündigungen zu weitere Pflegemassnahmen.

Wir möchten darauf hinweisen das im Rahmen aller Veranstaltung eventuell Foto- und Videoaufnahmen zur Dokumentation und der Veröffentlichung auf dieser Homepage gemacht werden. Auch unter Umständen für Printmedien.

Sollten Sie Einwände gegen eine Veröffentlichung im Sinne der neuen Datenschutzverordnung ihrer Person oder Kinder haben möchten wir sie bitten den Exkursionsleiter bzw. den Fotografen höflich darauf hinzuweisen.

 

Fledermäuse willkommen

Die erste Auszeichnung 2020 geht nach Oppenheim!


Donnerstag 10.00 Uhr. Daniel und ich haben einen Termin für eine Auszeichnung in Oppenheim. Gleich zwei kleine Kolonien an Fledermäusen beherbergt Familie Leilich.

Vor dem Haus und hinter dem Haus. Doch die kleinen Säuger haben es vorgezogen vorne am Haus vor der Sonne zu weichen und sind kurzerhand ausgezogen. Doch hinten, Richtung Garten, sind die Spuren der anderen Bewohner unverkennbar. Hier sind sie unter dem Dachgebälk eingezogen.

Jutta Herzog-Leilich und Ihre Tochter freuen sich sehr über die Tiere. Sie zeigen uns die "Wohnstuben" und erzählen begeistert von Ihren Erlebnissen mit den Tieren. Traurig sind sie über den hitzebedingten Auszug. Was ein Jungtier veranlasst hatte vorzeitig herauszuklettern und herunter zu fallen und ohne menschliche Hilfe wohl nicht überlebt hätte.


Familie Leilich und Daniel Beier
Familie Leilich und Daniel Beier

Am Ende unseres Besuches stand dann die Auszeichnung mit Urkunde und Plakette. Mit Unterschrift der Landesvorsitzenden des NABU Cosima Lindemann (selbst  leidenschaftliche Fledermausexpertin) übereichte ich die Urkunde. Auch das zugehörige Infomaterial durfte dabei nicht fehlen.

Voller Stolz übernahmen beide Frauen die Auszeichnungen, wollten sich über den Platz für die Plakette aber noch nicht festlegen. Gut sichtbar halt am Haus.

Auf dem Foto seht ihr die beiden Ausgezeichneten und unseren Fledermausmann Daniel Beier, der die Betreuung für die Familie macht. Um festzustellen, um welche Art Fledermaus es sich handelt  und wieviele Tiere hier leben, wird er demnächst mit seinem Detektor erneut seine Aufwartung machen.

Wir sind gespannt um welche Fledermausart es sich handelt!

Text und Fotos: P. Britz


Batnight 2020

Keine Batnight auf der Ludwigshöhe

Foto: Daniel Beier   Text: Dr. Jürgen Fuchs
Foto: Daniel Beier Text: Dr. Jürgen Fuchs
Unsere Veranstaltungen zur European Batnight sind ja hauptsächlich für Kinder und Jugendliche gedacht.
Leider sehen wir keine Möglichkeit unter den gegenwärtigen Hygiene-Vorschriften den Kindern den Spaß an der Natur zu bieten, den wir ihnen gerne bieten möchten. Wir werden daher die diesjährige Fledermausexkursion zur Batnight 2020 nicht anbieten.
 Ich habe mehrere Verfahren und Verhaltensvorgaben durchgedacht, nichts davon war wirklich überzeugend.
Als Wiedergutmachung für unsere jungen Freunde planen wir die Veranstaltung 2021 wieder in einem größeren Rahmen, wie vor zwei Jahren zum 40-jährigen Bestehen des NABU Rhein-Selz, anzubieten. 
In der Hoffnung auch dann wieder einige Mithelfer wie damals überreden zu können.
Bis dahin appelliere ich an Eure Ausdauer und Geduld.

Faktencheck

Informationen zum Beweider-Wechsel im Selztal

Im Selztal wird am 12.06.2020 die Zwangsräumung der Flächen des Selzverbandes erfolgen.

Im Zusammenhang mit dieser Flächenräumung werden über soziale Medien und die Presse Unwahrheiten über das Engagement des NABU und die Arbeit von Selzverband und Kreisverwaltungen verbreitet.  Mehrfach wurden auch NABU-Mitglieder vor Ort und auch andere Natur- und Tierschutzvereine zum Wechsel der Beweider angesprochen. 

In Abstimmung mit dem Selzverband haben wir daher die vorgebrachten Argumente einem Faktencheck unterzogen und diesen in dem beigefügten Anhang dokumentiert.

Bitte nutzen Sie diese Fakten, falls Sie zum Wechsel der Beweider und zu der Zwangsräumung angesprochen werden. 

Da der NABU in die Pachtverträge zwischen Selzverband und den neuen Beweidern nicht involviert ist und schon gar nicht monetäre Vorteile aus der Verpachtung genießt, sollten Sie bei offenen Fragen an den Selzverband bzw. die Kreisverwaltung Mainz-Bingen verweisen.

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Faktencheck Selztalbeweidung
FAQ_Selztal_Beweider.pdf
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Hochlandrinder im Selztal         Foto: P.Britz
Hochlandrinder im Selztal Foto: P.Britz

 

 

 

Infos zum Hahnheimer Bruch siehe unter Links!

 


Schwalbenfreundliches Haus

Erste Auszeichnung für 2020 in Undenheim vorgenommen.

Text und Foto: P. Britz
Text und Foto: P. Britz

Im wunderbaren, alten Ortsteil von Undenheim leben Lena und Rouven Strauß. Dort haben sie sich eine Lebensaufgabe gestellt: Den alten Hof auf dem sie leben wieder auf Vordermann zu bringen.

Waldkauz und Fledermäuse aus dem nebenan liegenden Naturgrundstück und viele unterschiedlichste Singvögel sind bei Ihnen zu Gast.

Quartier bezogen haben hier auch etliche Rauchschwalben. Die in Scheune und Garage ihre Nester gebaut und Ihren Nachwuchs groß gezogen haben. Zur Freude der beiden Schwalbenfreunde.

Auch der Papa wurde mit ins Boot geholt um herabgefallene Nester wieder behelfsmäßig unter Decke und Balken zu befestigen.

Voller Freude nahmen die beiden jungen Leute ihre Auszeichnung entgegen. Einen Platz für die ausgehändigte Plakette war schon vorher auserkoren worden. Für jeden Passanten sichtbar am Eingang zum Hof.

Wir freuen uns mit den Beiden und hoffen dass die Schwalben auch in Zukunft ihre Quartiere dort aufsuchen werden.

Klappe die 2.

Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" auch in Nierstein!

Text und Foto: P. Britz
Text und Foto: P. Britz

Auf seinem Weg von Zornheim in den Rhein, fliesst der Flügelsbach direkt vor der Haustüre der Familie Freund/Frieauff vorbei.

Dort in einer Nische im Hof, ein vor kurzem verlassenes Rauchschwalbennest und zwei Nisthilfen für Schwalben. Die teilweise noch verbliebenen Hinterlassenschaften, zeugen von einem regen Familienleben.

Ein kleines Biogärtchen und der Hof mit Futterstelle und Wassernapf locken auch andere gefiederte Freunde auf das Anwesen. Zur Freude der beiden Schwalbenfreunde. Spatzen, Hausrotschwanz, Grünfink und Tauben finden hier einen gedeckten Tisch und Hilfe bei diesen extremen Temperaturen.

Voller Stolz nahmen beide Ihre Auzeichnung entgegen und freuten sich auch über das Informationsmaterial zu den Schwalben und die zugehörige Plakette, die nach außen hin sichtbar von ihrem Herz für Schwalben zeugen soll!

Fledermausmonitoring

Neues aus der Fledermauswelt und eine Nullfläche

Von Daniel Beier

Daniel Beier
Daniel Beier

Anfang April machte ich mich mal wieder in die Naturschutzgebiete Oppenheimer Wald und Eiskarb in Oppenheim auf. 2016 wurden dort alte Fledermauskästen saniert und neue Modelle aufgehängt. Insgesamt sind dort 50 Fledermauskästen in den Gebieten, um mittels einem Monitoring die vorhandenen Arten eventuell festzustellen. Die alten Kästen wurden in den 80er Jahren von Studenten der Uni Mainz zu einem Forschungsprojekt aufgehängt. Die Kästen werden, sofern es meine Arbeit zulässt, 2 Mal im Jahr kontrolliert und gelistet. Defekte Kästen werden ausgetauscht. Dieses Jahr stellte ich wieder voller Freude fest, das im gleichen Kasten eine Gruppe von fünf männlichen Großen Abenseglern wohnt. Diese Gruppe befindet sich seit Beginn des Projektes in diesem Kasten. Es kamen zur Zählung in verschiedenen Kästen drei Mückenfledermäuse dazu und eine Wasserfledermaus. Die Kästen werden also angenommen. Es ist jedoch erstrebenswert, alte Bäume zu erhalten und diese bis zur Totholzphase im Wald zu belassen. Dort entstehen natürliche Baumhohen und Spalten, die für die Fledermaus eine Luxusvilla darstellen. Unsere Nistkästen sind eher „Wohncontainer“ und sollten auch nur als Parallele für ein Monitoring aufgehängt werden. Sie stellen nie eine Alternative dar. Der Bestand in den Kästen zeigt nie die Bandbreite der vorhandenen Arten im natürlichen Wohnumfeld an.

© Daniel Beier
© Daniel Beier

Anfang Mai bekam ich einen Anruf der „Fledermaus WillKommen“ Projektleiterin für den Bereich RLP Süd Katharina Schritt des NABU Landesverbandes Rheinland - Pfalz. Sie fragte mich, ob ich an einem Monitoringprojekt teilnehmen möchte. In diesem Projekt werden die Bioakustiken von Fledermäusen mit passiven Detektoren aufgezeichnet. Eine Karte wird erstellt und zu den gewonnenen Lauten Forschungen betrieben. Klar, dass ich gerne bei dem Projekt teilnehmen wollte, sofern meine Dienstzeiten es zulassen. Der Haken an der Sache war nur, dass der Detektor keine Laute aufzeichnen soll. Es ist ist eine sogenannte Nullreferenz (Nullfläche). Wir suchten nun,  in einer sehr kurzen Zeit, also eine von der Landwirtschaft intensiv genutzten Fläche. Nach zwei Tagen fanden wir sie dann in der Gemarkung Nierstein. Dort wurde am Pfingstsamstag in luftiger Höhe mittels einer Leiter ein Detektorsystem zum Aufzeichnen von Fledermauslauten aufgehängt, die aber gar nicht da sein sollten. Alle 4 Wochen wird das System geprüft, Batterien ausgetauscht und die Speicher ausgelesen. Wir sind schon gespannt, ob sich nicht doch eine Fledermaus dorthin verirrt. Da Projekt läuft zwei Jahre und n der Zeit März bis November werden die Inspektionen durchgeführt. Nun nach der ersten Auswertung freute ich mich, durfte mich aber nicht freuen. Nach der ersten Detektorauswertung wurden verschiedene Arten aufgezeichnet. Die Auswertung dauert noch an, jedoch ist schon eimal sicher Zwergfledermäuse vorhanden. Auch ein ist noch nicht 100 % sicher, ob sich ein Abendsegler dort in den Baumreihen jagt. Nun ist aber sicher, dass wir einen neuen Standort wählen werden.

©Daniel Beier
©Daniel Beier

 

Die Zeit der Wochenstuben hat begonnen. Was für eine Stube ?…….fragen sich vielleicht einige Leser, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen. Dies sind die Aufzuchtwohnungen von weiblichen Fledermäusen. Je nach Art, befinden sie sich in Hausspalten, Dachstühlen und Baumhöhlen. Aus diesen Stuben können auch Jungtiere herausfallen. Bei einem Wohnungswechsel, kann das Jungtier ebenfalls von der Mutter herunterfallen. Meistens findet die Mutter das Jungtier wieder selbst. Es kann aber auch sein, dass die beiden nicht mehr zusammenfinden. So einen Fall hatte ich am Wochenendsamstag den 13.06.2020. Ich bekam ein Anruf aus Dexheim zu einem Fundtier, welches an der Hausfront am Nachmittag aufgefunden wurde. Vor Ort stellte ich fest, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelte. An der Häuserfront wurden durch dien Tierschützer Fledermauskästen in die Dämmfassade eingebaut. Er hatte noch gar nicht festgestellt, das aktuell ein Bestand unter seinem Dach wohnt. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet. Auf diesem Turm wurde das Jungtier am Abend zum Sonnenuntergang gesetzt und erfolgreich von seiner Mutter nach 30 Minuten abgeholt. Diese Rettungsaktion verlief sehr wünschenswert. Vielen Dank an die Finder von Fledermäusen, den Mitteilenden von Wochenstuben und allen Bürgern, die eine Beratung wünschen. Da wir alles in unserer Freizeit machen, können wir nicht ganz so schnell agieren.

 

Viele Grüße

Daniel Beier  (NABU Gruppe Rhein - Selz)

Fledermausschutz

Neues aus der Gautorschule

Gritt Nadler berichtet über Ergebnisse und Erlebnisse bei Insektenhotel und Wildblumen im Schulhof

© Gritt Nadler 2020
© Gritt Nadler 2020
Im letzten Schuljahr haben wir, Kinder der Grundschule "Am Gautor" Oppenheim, uns in der Projektwoche mit dem Thema Insekten beschäftigt. Dabei hat uns die NABU Gruppe Rhein-Selz unterstützt und in diesem Rahmen ein Insektenhotel für unseren Schulgarten gebaut. Unter unserer Mithilfe.
Mittlerweile steht eine schöne Wildblumenwiese vor dem "Hotel" und lädt ganz viele Hummeln, Wildbienen und weitere Insekten dazu ein, hier Nektar zu sammeln und zu verweilen. "Es summt und brummt" jetzt im Hotel nach dem gleichnamigen Titel des Projektes. Die Kinder beobachten fasziniert die Insekten und jeder trägt sein Wissen dazu bei und informiert die Mitschüler! Gerne sind sie in der Pause auf Beobachtungsposten vor den Blumen und entdecken die Natur und ihre Lebewesen. Vielen Dank an die NABU Gruppe und besonders Herrn Werner Schmitt, der der Grundschule und seinen Schülern so ein Naturerlebnis ermöglicht hat!
Gritt Nadler

Der Fortschritt im direkten Vergleich:

2019                                                                                                                      2020

Absage Exkursionen, Führungen und Stammtisch ...

 

Bis auf Weiteres sehen wir von der Veranstaltung von Führungen, dem Treffen zum Stammtisch und Exkursionen ab, um der ungewollten Verbreitung der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.

 

Diese Empfehlung des NABU Landesverband Rheinland-Pfalz erstreckt sich aktuell auch

bis in den Monat August hinein ....

 

Unsere Fahrt ins Saarland findet erst in 2021 statt.

Ich wünsche Euch und Euren Familien, daß ihr unbeschadet durch die nächste Zeit kommt.
Bleibt gesund !
Euer
Paul

 

Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch -  Foto: P. Britz
Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg  - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg - Foto: P. Britz


Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2021

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 


Artenvielfalt und Infektionskrankheiten

Anmerkungen von Dr. Barbara Geiger, April 2020

 Derzeit überschlagen sich mal wieder die Schlagzeilen an der Schuldfrage der Corona-Pandemie. Der Mensch kann wohl nicht anders. In schwierigen Situationen braucht es einen Schuldigen, auf den man all seine Angst, Wut und Hilflosigkeit oder auch Inkompetenz projizieren kann. Der eigentliche Gegner ist ja unsichtbar und somit nicht fassbar. Für die einen ist es der böse Chinese, andere möchten der Fledermaus den Garaus machen, vielleicht sind auch irgendwann die Naturschützer schuld oder Menschen mit grünen Augen… Wer weiß.

Anfang April gab es in den Medien eine Pressemitteilung des Bundeministeriums für Umwelt zum Thema Artenvielfalt und Epidemien, https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann-risiko-kuenftiger-seuchen-verringern/. Diese ging jedoch im allgemeinen Trubel rasch wieder unter und die Medien zeigten auch kein weiteres Interesse. Um der einseitigen Medienberichterstattung vom bösen Chinesen etwas entgegen zu setzen, finde ich es wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Entstehung von Infektionskrankheiten hervorzuheben. Die unten stehenden Artikel erklären den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Epidemien sehr gut.

Zum Thema Artenvielfalt und Infektionskrankheiten wird seit Jahrzehnten geforscht und auch hier herrscht Einigkeit unter den Wissenschaftlern: Der Erhalt der Artenvielfalt ist essentiell, um das Risiko von Epidemien zu mindern. Gut belegt ist, dass circa 70 Prozent der menschlichen Infektionserreger ursprünglich aus dem Tierreich stammen, darunter so üble Gesellen wie HIV, Ebola, Influenza, MERS und SARS. Besonders offenkundig ist die Gefahr von Übertragungen auf Wildtiermärkten, wo Menschen und unterschiedliche Tierarten auf engstem Raum zusammenkommen und die Tiere zusammengepfercht und unter hygienisch unhaltbaren Zuständen verwahrt werden. Viel grundlegender jedoch ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen wahrscheinlicher wird, wenn Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus dem Gleichgewicht geraten. Und unsere Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Takt. War vor wenigen Monaten noch der Klimawandel das beherrschende Thema in der Gesellschaft, wurde dieses durch die direktere Bedrohung Corona verdrängt. Beide haben jedoch dieselbe Ursache.

Am Institut für Virologie der Charite in Berlin wird nicht nur an Coronaviren geforscht sondern auch zur Entstehung und Ausbreitung epidemischer Viren. Dr. Sandra Junglen, Leiterin der Forschungsgruppe sagt: "Die Entstehung zahlreicher Krankheiten kann mit dem Vordringen des Menschen in vormals unberührte Natur erklärt werden. Intensive Landnutzung, die Verbreitung von Monokulturen oder Rodungen von Wäldern führen zu einem Verlust der Artenvielfalt und verändern die Zusammensetzung der Säugetierpopulationen. Weniger Artenvielfalt bedeutet mehr Tiere einer Art im selben Lebensraum. Wenn das Ökosystem derart aus dem Gleichgewicht gerät, können sich Infektionskrankheiten besser verbreiten. Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme können vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützen."

Auch Corona ist letztlich menschengemacht und keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe. Unsere Naturschutzarbeit wird immer wertvoller und wichtiger.

 

Viele Grüße

Barbara

Quellen:

Neuer Vorstand, neue Gruppensatzung

06. März 2020

 

In der Jahreshauptversammlung des NABU Rhein-Selz wurde auch ein neuer Vorstand gewählt und die aktualisierte Gruppensatzung bestätigt.

Die Angaben zu den neu gewählten Vorstandsmitgliedern finden Sie hier : LINK

 

 

Download
NABU-Gruppensatzung_2020 (neu).pdf
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Neues Projekt des NABU Rhein-Selz unter der Leitung von Dr. Barbara Geiger :

NABU startet Amphibien-Monitoring

 

Wer demnächst in den Kleingewässern in der Rheinaue schwimmende Plastikeimer oder mit Stöckchen befestigte Plastikflaschen im Uferbereich in einem Gewässer beobachtet,

muss sich nicht erschrecken oder neuen Plastikmüll befürchten.

Hier forscht der NABU. Ehrenamtlich.

 

Den gesamten Artikel zum Amphibien-Monitoring finden Sie hier : LINK


Steinkauz 2020

 

Den Steinkauz 2020 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die Termin- und Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2020 finden Sie hier : LINK


Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

Die Turteltaube

Vogel des Jahres 2020

Foto: P Britz (Wagbachniederungen)
Foto: P Britz (Wagbachniederungen)

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Die Arbeit an einem Insektenhotel


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