Absage Exkursionen, Führungen und Stammtisch ...

 

Bis auf Weiteres sehen wir von der Veranstaltung von Führungen, dem Treffen zum Stammtisch und Exkursionen ab, um der ungewollten Verbreitung der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.

 

Diese Empfehlung des NABU Landesverband Rheinland-Pfalz erstreckt sich, vorerst,

bis in den Monat Juni hinein ....

 

Ob unsere Fahrt ins Saarland stattfinden wird ist zunächst noch offen und wird sich im Verlauf der nächsten Tage und Wochen ergeben.

Ich wünsche Euch und Euren Familien, daß ihr unbeschadet durch die nächste Zeit kommt.
Bleibt gesund !
Euer
Paul

 

Ophrys apifera -Bienenragwurz  ©Paul Britz
Ophrys apifera -Bienenragwurz ©Paul Britz
Iris spuria  ©Paul Britz
Iris spuria ©Paul Britz


Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2020

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 

Graureiher -Exkursion abgesagt!

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Sie sind wieder da!

Unser Mitglied Uwe Zentel berichtet zu Falken und Schleiereulen

Junge Schleiereulen in Eimsheim   Fotos: © U. Zentel
Junge Schleiereulen in Eimsheim Fotos: © U. Zentel

Eigentlich wie jedes Jahr sind im Kirchturm in Eimsheim sowohl die Falken im ersten Stock des Glockenturmes, als auch die Schleiereulen hoch oben bei den Glocken wieder da.

6 muntere kleine Schleiereulen in unterschiedlichen Größen sind recht aktiv in ihrem "Geburtskasten" unterwegs und werden reich mit Nahrung versorgt. Ein Stockwerk tiefer schauen mich 4 junge Falken an. Wie eine große WG dieser Turm, man lebt zusammen und versucht seine Familie ins Leben zu bringen, begleitet von Menschen die im Erdgeschoss Lieder singen, beten und Gottesdienst feiern. Geht doch!!!

 


Liebe in Zeiten der Corona

Von Lothar Schaumberger

Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger
Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger

Wer jetzt einen Roman mit dem Literaturnobelpreis erwartet, wird minimal enttäuscht werden.

 

 Er ist auch nicht von G.G. Marquez, sondern von mir.

Nicht von 1880, sondern aktuell.

 Nicht in Kolumbien, sondern in Friesenheim.

 

 Und den schwülstigen Blick voller enttäuschter Liebe von Javier Bardem kriege ich auch nicht hin.

 

Aber ich liebe meine Bäume und die Natur und versuche auf einer Wiese in Friesenheim die eierlegende Wollmilchsau pflanzlich zu erschaffen. Also diese Wiese in Friesenheim, intern unter Steinkauzwiese bekannt, soll zukünftig viele Eigenschaften haben:

 

1. Habitat für Steinkäuze

2. Streuobstwiese

3. Lehrwiese für Kinder

4. Lehrwiese für Obstbaumschnitt

5. Insektennährwiese

6. Vogelnährwiese

 

Und blauäugig, wie ich seit Geburt bin, dachte ich: Das schaffe ich.

 

Bis jetzt liegen da aber nur 1400 qm rheinhessischer Fettwiese mit Gräsern, Löwenzahn, Pfeilkresse (Neophyt) und Persischem Ehrenpreis (Neophyt).  Immerhin mit drei Bäumen: einer kleinen Sauerkirsche, einer Birne und einer wilden Kirschpflaume. Um die Kirschpflaume haben Siggi Schuch und ich ein Gestell für eine Steinkauzröhre gestellt.  Vielleicht zieht in die neue Röhre schon bald eine Steinkauzfamilie ein. 

 Zumindest die Voraussetzung für Punkt 1 ist damit erfüllt.

Leider warten wir in Dienheim auf der Storchenwiese schon seit 30 Jahren auf die Besetzung durch die Namensgeber. Mal sehen.

 

 Die drei Bäume habe ich durch Butterbirne, Apfel, Süßkirsche, Süßmandel, Nancymirabelle, Edelwalnuss und Marone ergänzt. Und für die Kinder wird es bei Fruchtbehang eine Begehung geben. Wenn uns Corona lässt.

 Mit den vielen Bäumen kann man auch den nächsten Obstbaumschnittkurs (im März 2021) sehr schön planen. Für Insekten und Bienen wurden Wildrosen, Kornelkirsche, Felsenbirne, Zellernuss und Heckenkirsche gesetzt.

 Und Insekten und Obst werden bestimmt auch die Vöglein glücklich machen.

 Somit gibt es bald mehr Liebe in Zeiten von Corona unter Insekten, Vögeln und für alle Besucher auf unserer Steinkauzwiese.

 

Wir sehen uns bestimmt mal dort.

 

Euer grüner Daumen

 

Lothar

Und hier noch die Steinkauzröhre! Mit Spezialist und Kirschpflaume!


Artenvielfalt und Infektionskrankheiten

Anmerkungen von Dr. Barbara Geiger, April 2020

 Derzeit überschlagen sich mal wieder die Schlagzeilen an der Schuldfrage der Corona-Pandemie. Der Mensch kann wohl nicht anders. In schwierigen Situationen braucht es einen Schuldigen, auf den man all seine Angst, Wut und Hilflosigkeit oder auch Inkompetenz projizieren kann. Der eigentliche Gegner ist ja unsichtbar und somit nicht fassbar. Für die einen ist es der böse Chinese, andere möchten der Fledermaus den Garaus machen, vielleicht sind auch irgendwann die Naturschützer schuld oder Menschen mit grünen Augen… Wer weiß.

Anfang April gab es in den Medien eine Pressemitteilung des Bundeministeriums für Umwelt zum Thema Artenvielfalt und Epidemien, https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann-risiko-kuenftiger-seuchen-verringern/. Diese ging jedoch im allgemeinen Trubel rasch wieder unter und die Medien zeigten auch kein weiteres Interesse. Um der einseitigen Medienberichterstattung vom bösen Chinesen etwas entgegen zu setzen, finde ich es wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Entstehung von Infektionskrankheiten hervorzuheben. Die unten stehenden Artikel erklären den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Epidemien sehr gut.

Zum Thema Artenvielfalt und Infektionskrankheiten wird seit Jahrzehnten geforscht und auch hier herrscht Einigkeit unter den Wissenschaftlern: Der Erhalt der Artenvielfalt ist essentiell, um das Risiko von Epidemien zu mindern. Gut belegt ist, dass circa 70 Prozent der menschlichen Infektionserreger ursprünglich aus dem Tierreich stammen, darunter so üble Gesellen wie HIV, Ebola, Influenza, MERS und SARS. Besonders offenkundig ist die Gefahr von Übertragungen auf Wildtiermärkten, wo Menschen und unterschiedliche Tierarten auf engstem Raum zusammenkommen und die Tiere zusammengepfercht und unter hygienisch unhaltbaren Zuständen verwahrt werden. Viel grundlegender jedoch ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen wahrscheinlicher wird, wenn Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus dem Gleichgewicht geraten. Und unsere Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Takt. War vor wenigen Monaten noch der Klimawandel das beherrschende Thema in der Gesellschaft, wurde dieses durch die direktere Bedrohung Corona verdrängt. Beide haben jedoch dieselbe Ursache.

Am Institut für Virologie der Charite in Berlin wird nicht nur an Coronaviren geforscht sondern auch zur Entstehung und Ausbreitung epidemischer Viren. Dr. Sandra Junglen, Leiterin der Forschungsgruppe sagt: "Die Entstehung zahlreicher Krankheiten kann mit dem Vordringen des Menschen in vormals unberührte Natur erklärt werden. Intensive Landnutzung, die Verbreitung von Monokulturen oder Rodungen von Wäldern führen zu einem Verlust der Artenvielfalt und verändern die Zusammensetzung der Säugetierpopulationen. Weniger Artenvielfalt bedeutet mehr Tiere einer Art im selben Lebensraum. Wenn das Ökosystem derart aus dem Gleichgewicht gerät, können sich Infektionskrankheiten besser verbreiten. Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme können vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützen."

Auch Corona ist letztlich menschengemacht und keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe. Unsere Naturschutzarbeit wird immer wertvoller und wichtiger.

 

Viele Grüße

Barbara

Quellen:


Mysteriöses Meisensterben in Deutschland

Blaumeise Foto: Lutz Klapp - Naturgucker
Blaumeise Foto: Lutz Klapp - Naturgucker

 

Seit Anfang März werden dem NABU aus ganz Deutschland Blaumeisen gemeldet,

die krank wirken und ziemlich schnell sterben.Die Vögel wirken apathisch und reagieren nicht mehr auf ihre Umwelt. Weitere mutmaßliche Symptome der Krankheit sind Atemprobleme, verklebte Augen und das Ausfallen von Teilen des Kopfgefieders.

Die Meisen nehmen kein Futter mehr auf oder können anscheinend nicht mehr schlucken.

 

Nun brauchen wir Euch :

Meldet dem NABU bitte kranke oder tote Blaumeisen!

Mit Eurer Hilfe können wir die Ausbreitung dieses neuen Phänomens und seine Auswirkungen auf die Vogelwelt erfassen und bewerten.

 

Der NABU sammelt zentral alle Daten, wertet sie aus und stellen sie weiteren Wissenschaftler*innen zur Verfügung.

Diese einfache Methode hilft uns, das Ausbruchsgeschehen zu verfolgen, geografisch zuzuordnen und mögliche Ursachen und Auswirkungen zu identifizieren.

 

Damit dies gelingt, bitten wir Euch entsprechende Beobachtungen per folgendem Link zu melden :

Meldeaktion Meisensterben


 

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 30/20 | 22. APRIL 2020

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Umwelt/Vögel

NABU: Erreger des Meisensterbens identifiziert

Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen / Social Distancing für Vögel hilft gegen Seuche

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Berlin - Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

 

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

 

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

 

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

 

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.

  

Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

 

„In betroffenen Gärten müssen Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können“, rät Miller. „Social Distancing hilft auch bei Vogel-Seuchen Ansteckungen zu reduzieren.“

 

Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

 

Wie stark die Meisenbestände von der für Deutschland neuen Vogelkrankheit beeinträchtigt wurden, werden die Ergebnisse der großen NABU-Gartenvogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai zeigen.

 

Mehr Infos und Meldungen: www.NABU.de/meisensterben

 

Footage kranke Meisen: https://seafile.nabu.de/d/7fad174be7/

 

Vogelfreundlicher Garten: www.NABU.de/vogelgarten

 

Stunde der Gartenvögel: www.stundedergartenvoegel.de


Neuer Vorstand, neue Gruppensatzung

06. März 2020

 

In der Jahreshauptversammlung des NABU Rhein-Selz wurde auch ein neuer Vorstand gewählt und die aktualisierte Gruppensatzung bestätigt.

Die Angaben zu den neu gewählten Vorstandsmitgliedern finden Sie hier : LINK

 

 

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NABU-Gruppensatzung_2020 (neu).pdf
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Neues Projekt des NABU Rhein-Selz unter der Leitung von Dr. Barbara Geiger :

NABU startet Amphibien-Monitoring

 

Wer demnächst in den Kleingewässern in der Rheinaue schwimmende Plastikeimer oder mit Stöckchen befestigte Plastikflaschen im Uferbereich in einem Gewässer beobachtet,

muss sich nicht erschrecken oder neuen Plastikmüll befürchten.

Hier forscht der NABU. Ehrenamtlich.

 

Den gesamten Artikel zum Amphibien-Monitoring finden Sie hier : LINK


Seminar Obstbaumschnitt

Unsere vorerst letzte Aktion!

Arbeitseinsatz Obstbaumschnitt

Samstag, 14. März | 10 Uhr

Foto : Th. Oehl
Foto : Th. Oehl

 

Wir schneiden unsere Hochstammobstbäume 

auf der " Borngässer " Streuobstwiese

in Schwabsburg und stapeln anschließend

das Schnittgut am Rande.
Sofern vorhanden, bitte Scheren, Sägen mitbringen.

Unbedingt auch geeignete Kleidung Handschuhe und festes Schuhwerk !


Info: Lothar Schaumberger | 06133 61340


Steinkauz 2020

 

Den Steinkauz 2020 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die Termin- und Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2020 finden Sie hier : LINK


Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link



2. u. 3. Auszeichnung verliehen

Am 30. Juli 2019 erhielt in Guntersblum:

 

Familie Markus Sauermann ihre Auszeichnung für Ihr schwalbenfreundliches Haus. Seit vielen Jahren kommt jedes Jahr ein Rauchschwalbenpärchen zum Brüten. Jedes Frühjahr wartet Markus Sauermann schon auf sie und lässt die Garage in seinem Hof offen damit sie bequem ein- und ausfliegen können. Zum Zeitpunkt der Auszeichnung war die zweite Brut im Gange.

 

Text u. Foto: B. Geiger

 

Auch das in Dexheim angesiedelte Weingut Historic beherbergt in seinen römischen Gemäuern seit Jahren Rauchschwalben. Man war fleißig an der 2. Brut und der bereits flügge Nachwuchs tummelte sich über dem Garten und dem Hof in der Luft und auf dem Terassengeländer.  Die Auszeichnung nahm Familie Blödel am 09.08.2019 freudig entgegen. Sie sind begeisterte Schwalbenfans und wünschten sich auch die Mehlschwalben kämen hierher zur Brut.

In diesem tollen Ambiente lässt es sich eben auch gut leben. Das sagen auch die anderen Vögel, Hunde und Igel die hier sehr friedvoll nebeneinander leben.

 

 

Fotos und Text: P. Britz

 

Endlich! Erste Auszeichnung für dieses Jahr verliehen!

Frau Hilbrat (re.) und Ihre Tochter Sandra präsentieren stolz die ihnen gerade verliehene Auszeichnung.
Frau Hilbrat (re.) und Ihre Tochter Sandra präsentieren stolz die ihnen gerade verliehene Auszeichnung.

Heute, am 25.07.2019 führte mich mein Weg, in den noch nicht so heißen, frühen Vormittagsstunden, nach Wintersheim. Endlich durfte ich die erste Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" für dieses Jahr an Frau Lieselotte Hilbrat und Ihre Tochter Sandra Scheller überreichen.  Herzlichen Glückwunsch dazu.

Eine kurze "Führung" zu den Rund 20 Rauchschwalbennestern in Stall, Garage und in sonstigen Bereichen des Hofes übernahm Tochter Sandra. Von Pferden, Ponies, Schweinen und Katzen freundlich begrüßt, durfte ich einen Blick in die Kinderstuben der Rauchschwalben werfen und einige Aufnahmen davon machen. Diese könnt ihr Euch unten anschauen. Dank der Möglichkeit direkt vor Ort über Ihr Nistmaterial verfügen zu können, bewohnen die Rauchschwalben in so stattlicher Zahl das Anwesen von Familie Hilbrat. Teilweise schon in zweiter Brut in dieser Saison. Hier herrschen also paradiesische Zustände für die Rauchschwalben. Was sie auch durch ihre alljährliche Wiederkehr bestätigen.

Wenn ihr also jemanden kennt der Schwalben, egal ob Mehl- oder Rauchschwalben, ein Quartier gibt und ihnen die Möglichkeit gibt ihren Nachwuchs aufzuziehen, meldet Euch bei mir oder jemandem aus unserer NABU-Gruppe. Schlagt Menschen aus Eurem Umfeld, Bekanntenkreis, Nachbarn oder Euch selbst vor. Das Einverständnis des Betroffenen vorausgesetzt, kümmern wir uns um die Auszeichnung und deren Verleihung.

Euer

P. Britz (Text und Fotos von mir)


Insektenhotel - Immer aktuell

Ein Herz für Krabbler

Lothar und das rosa Handwerkszeug

Unsere Niersteiner Naturkindergruppe um Helene und Annette fragte wieder ganz lieb um Hilfe an. Sie wollten ein Insektenhotel bauen und ich sollte ein bisschen logistischen und fachlichen Beistand leisten.

 

Kein Problem dachte ich, unser Mitglied Werner hatte ja schon mehrfach und professionell sowas gebaut. Ich fragte bei ihm an, er sagte ja und die Sache war für mich erfolgreich geregelt.

 

Denkste.

 

Werner hatte kurzfristig keine Zeit und ich sollte in wenigen Tagen dann aushelfen. Wie immer unvorbereitet und blauäugig.

 Zum Glück sandten mir die Kollegen der Regionalstelle noch Broschüren und das Internet stopfte die größten Löcher meines fehlenden Wissens über Domizile für sechsbeinige Bewohner.

 Also es sollte hauptsächlich für Wildbienen sein, vor Insektenfressern geschützt, nach Süden ausgerichtet, feuchtigkeitsgeschützt (Dach), umweltfreundlich, bevorzugt aus Altmaterial.

 Die Mütter wollten alte Paletten und Bretter stellen. Auch Werkzeuge. Ich wollte Robinienpfähle für die Befestigung und Ziegel für das Dach sowie einen Arbeitstisch mitbringen.

 

Es gibt immer Überraschungen. Die Bohrmaschinen und Akkuschrauber waren alle rosa und das Heiligtum von Helenes Tochter Pauline. ROSA.

 Es kostet (einen Mann) schon eine gewisse Überwindung damit zu arbeiten. Die Kinder wollten das Hotel bemalen. Wir hatten aber noch gar nicht mit dem Bau begonnen. Zum Glück half mir ein Vater beim Grundgerüst aus alten Paletten. Auch Helene konnte mit den rosa Geräten von Pauline sehr gut umgehen.

 Die Kinder bemalten in dieser Zeit weitere Bretter.

 Das Insektenhotel war nach circa 3 Stunden schon fast fertig. Nur noch ohne Bienen und ohne Zimmer.

 

Die Zimmer aus hohlen Bambusstengeln, hohlen Ästen von Forsythie, Holunder und Co, vielen Hartholzstücken (ein weiterer Vater unterstützte stark mit kleiner Kettensäge, großer GRÜNER Bohrmaschine, div. Holzbohrern und zwei rechten Händen). Die Hartholzstücke wurden mit verschieden dicken Löchern versehen. Ich selbst hatte vom Holzschnitzen noch einen Rohling in Herzform zu Hause und spendete diesen für unsern Bau.

Dann ging alles ganz schnell. Wir fuhren zu unserer Wiese in Schwabsburg, gruben zwei Löcher für die Robinienpfähle, vergruben diese, befestigten die Pfähle mit  Monsterschrauben an unserem Hotel, die Kinder füllten die Zimmer mit kleinen hohlen Zweigen, wir legten die Ziegel auf und FERTIG.

Jetzt müssen nur noch die Bewohner/innen kommen.

 Die Kinder, die Mütter und ich warten gespannt.

 

Euer

 

Lothar

 

P.S. Bei der Titanic begann der Stapellauf noch mit einer Champagnertaufe. Bei uns brachte ein Vater noch gekühltes alkoholfreies Radler mit.  Da wir die Stabilität des Hotels nicht gleich testen wollten, tranken wir die Radler selbst.

Foto + Text: Lothar Schaumberger

 



Selztalbeweidung

Hochlandrinder im Selztal         Foto: P.Britz
Hochlandrinder im Selztal Foto: P.Britz

 

 

Unsere aktuelle Stellungnahme zur Selztalbeweidung finden sie im Abschnitt "Stellungnahmen" rechts in der Übersicht!

 

Info zum Hahnheimer Bruch siehe unter Links!

 


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

Die Turteltaube

Vogel des Jahres 2020

Foto: P Britz (Wagbachniederungen)
Foto: P Britz (Wagbachniederungen)

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Die Arbeit an einem Insektenhotel


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