Fledermausmonitoring

Neues aus der Fledermauswelt und eine Nullfläche

Von Daniel Beier

Daniel Beier
Daniel Beier

Anfang April machte ich mich mal wieder in die Naturschutzgebiete Oppenheimer Wald und Eiskarb in Oppenheim auf. 2016 wurden dort alte Fledermauskästen saniert und neue Modelle aufgehängt. Insgesamt sind dort 50 Fledermauskästen in den Gebieten, um mittels einem Monitoring die vorhandenen Arten eventuell festzustellen. Die alten Kästen wurden in den 80er Jahren von Studenten der Uni Mainz zu einem Forschungsprojekt aufgehängt. Die Kästen werden, sofern es meine Arbeit zulässt, 2 Mal im Jahr kontrolliert und gelistet. Defekte Kästen werden ausgetauscht. Dieses Jahr stellte ich wieder voller Freude fest, das im gleichen Kasten eine Gruppe von fünf männlichen Großen Abenseglern wohnt. Diese Gruppe befindet sich seit Beginn des Projektes in diesem Kasten. Es kamen zur Zählung in verschiedenen Kästen drei Mückenfledermäuse dazu und eine Wasserfledermaus. Die Kästen werden also angenommen. Es ist jedoch erstrebenswert, alte Bäume zu erhalten und diese bis zur Totholzphase im Wald zu belassen. Dort entstehen natürliche Baumhohen und Spalten, die für die Fledermaus eine Luxusvilla darstellen. Unsere Nistkästen sind eher „Wohncontainer“ und sollten auch nur als Parallele für ein Monitoring aufgehängt werden. Sie stellen nie eine Alternative dar. Der Bestand in den Kästen zeigt nie die Bandbreite der vorhandenen Arten im natürlichen Wohnumfeld an.

© Daniel Beier
© Daniel Beier

Anfang Mai bekam ich einen Anruf der „Fledermaus WillKommen“ Projektleiterin für den Bereich RLP Süd Katharina Schritt des NABU Landesverbandes Rheinland - Pfalz. Sie fragte mich, ob ich an einem Monitoringprojekt teilnehmen möchte. In diesem Projekt werden die Bioakustiken von Fledermäusen mit passiven Detektoren aufgezeichnet. Eine Karte wird erstellt und zu den gewonnenen Lauten Forschungen betrieben. Klar, dass ich gerne bei dem Projekt teilnehmen wollte, sofern meine Dienstzeiten es zulassen. Der Haken an der Sache war nur, dass der Detektor keine Laute aufzeichnen soll. Es ist ist eine sogenannte Nullreferenz (Nullfläche). Wir suchten nun,  in einer sehr kurzen Zeit, also eine von der Landwirtschaft intensiv genutzten Fläche. Nach zwei Tagen fanden wir sie dann in der Gemarkung Nierstein. Dort wurde am Pfingstsamstag in luftiger Höhe mittels einer Leiter ein Detektorsystem zum Aufzeichnen von Fledermauslauten aufgehängt, die aber gar nicht da sein sollten. Alle 4 Wochen wird das System geprüft, Batterien ausgetauscht und die Speicher ausgelesen. Wir sind schon gespannt, ob sich nicht doch eine Fledermaus dorthin verirrt. Da Projekt läuft zwei Jahre und n der Zeit März bis November werden die Inspektionen durchgeführt. Nun nach der ersten Auswertung freute ich mich, durfte mich aber nicht freuen. Nach der ersten Detektorauswertung wurden verschiedene Arten aufgezeichnet. Die Auswertung dauert noch an, jedoch ist schon eimal sicher Zwergfledermäuse vorhanden. Auch ein ist noch nicht 100 % sicher, ob sich ein Abendsegler dort in den Baumreihen jagt. Nun ist aber sicher, dass wir einen neuen Standort wählen werden.

©Daniel Beier
©Daniel Beier

 

Die Zeit der Wochenstuben hat begonnen. Was für eine Stube ?…….fragen sich vielleicht einige Leser, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen. Dies sind die Aufzuchtwohnungen von weiblichen Fledermäusen. Je nach Art, befinden sie sich in Hausspalten, Dachstühlen und Baumhöhlen. Aus diesen Stuben können auch Jungtiere herausfallen. Bei einem Wohnungswechsel, kann das Jungtier ebenfalls von der Mutter herunterfallen. Meistens findet die Mutter das Jungtier wieder selbst. Es kann aber auch sein, dass die beiden nicht mehr zusammenfinden. So einen Fall hatte ich am Wochenendsamstag den 13.06.2020. Ich bekam ein Anruf aus Dexheim zu einem Fundtier, welches an der Hausfront am Nachmittag aufgefunden wurde. Vor Ort stellte ich fest, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelte. An der Häuserfront wurden durch dien Tierschützer Fledermauskästen in die Dämmfassade eingebaut. Er hatte noch gar nicht festgestellt, das aktuell ein Bestand unter seinem Dach wohnt. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet. Auf diesem Turm wurde das Jungtier am Abend zum Sonnenuntergang gesetzt und erfolgreich von seiner Mutter nach 30 Minuten abgeholt. Diese Rettungsaktion verlief sehr wünschenswert. Vielen Dank an die Finder von Fledermäusen, den Mitteilenden von Wochenstuben und allen Bürgern, die eine Beratung wünschen. Da wir alles in unserer Freizeit machen, können wir nicht ganz so schnell agieren.

 

Viele Grüße

Daniel Beier  (NABU Gruppe Rhein - Selz)

Fledermausschutz

Neues aus der Gautorschule

Gritt Nadler berichtet über Ergebnisse und Erlebnisse bei Insektenhotel und Wildblumen im Schulhof

© Gritt Nadler 2020
© Gritt Nadler 2020
Im letzten Schuljahr haben wir, Kinder der Grundschule "Am Gautor" Oppenheim, uns in der Projektwoche mit dem Thema Insekten beschäftigt. Dabei hat uns die NABU Gruppe Rhein-Selz unterstützt und in diesem Rahmen ein Insektenhotel für unseren Schulgarten gebaut. Unter unserer Mithilfe.
Mittlerweile steht eine schöne Wildblumenwiese vor dem "Hotel" und lädt ganz viele Hummeln, Wildbienen und weitere Insekten dazu ein, hier Nektar zu sammeln und zu verweilen. "Es summt und brummt" jetzt im Hotel nach dem gleichnamigen Titel des Projektes. Die Kinder beobachten fasziniert die Insekten und jeder trägt sein Wissen dazu bei und informiert die Mitschüler! Gerne sind sie in der Pause auf Beobachtungsposten vor den Blumen und entdecken die Natur und ihre Lebewesen. Vielen Dank an die NABU Gruppe und besonders Herrn Werner Schmitt, der der Grundschule und seinen Schülern so ein Naturerlebnis ermöglicht hat!
Gritt Nadler

Der Fortschritt im direkten Vergleich:

2019                                                                                                                      2020

Wir werben für unsere NABU-Gruppe

Schaufenster von Schreibwaren Mathäs in Oppenheim eröffnet gute Möglichkeiten!

Bis Anfang August stellt uns die Fa. Mathäs in Oppenheim ein Schaufenster zur Verfügung.

Zum Ausgleich für entgangene Unterstützungen durch die Corona Pandemie, für Spenden und Mitgliederwerbung.

Begeistert nahmen einige Mitglieder diese Idee  und ihre Umsetzung in Angriff und mit Hilfe unserer Regionalstelle und der NABU Gruppe Mainz konnte alles arrangiert werden.

Am Besten schaut Ihr Euch das Ergebnis vorort in Oppenheim an und informiert Euch über unsere Gruppe, auch wenn es zur Zeit noch keine Exkursionen und sonstige Veranstaltungen gibt. Es ist bestimmt nur noch eine Frage der Zeit bis wir wieder durchstarten können. Auch unseren Stammtisch. Natürlich unter den erforderlichen Bedingungen. Zum Schutz unserer Aktiven und Gäste!

Hier könnt ihr einige Eindrücke vom Einrichten des Schaufensters nacherleben das von Angelika, Heinz und mir mit viel Maskenschweiß gestaltet wurde.

 

Euer Paul

 

Faktencheck

Informationen zum Beweider-Wechsel im Selztal

Im Selztal wird am 12.06.2020 die Zwangsräumung der Flächen des Selzverbandes erfolgen.

Im Zusammenhang mit dieser Flächenräumung werden über soziale Medien und die Presse Unwahrheiten über das Engagement des NABU und die Arbeit von Selzverband und Kreisverwaltungen verbreitet.  Mehrfach wurden auch NABU-Mitglieder vor Ort und auch andere Natur- und Tierschutzvereine zum Wechsel der Beweider angesprochen. 

In Abstimmung mit dem Selzverband haben wir daher die vorgebrachten Argumente einem Faktencheck unterzogen und diesen in dem beigefügten Anhang dokumentiert.

Bitte nutzen Sie diese Fakten, falls Sie zum Wechsel der Beweider und zu der Zwangsräumung angesprochen werden. 

Da der NABU in die Pachtverträge zwischen Selzverband und den neuen Beweidern nicht involviert ist und schon gar nicht monetäre Vorteile aus der Verpachtung genießt, sollten Sie bei offenen Fragen an den Selzverband bzw. die Kreisverwaltung Mainz-Bingen verweisen.

Download
Faktencheck Selztalbeweidung
FAQ_Selztal_Beweider.pdf
Adobe Acrobat Dokument 265.5 KB
Hochlandrinder im Selztal         Foto: P.Britz
Hochlandrinder im Selztal Foto: P.Britz

 

 

Unsere aktuelle Stellungnahme zur Selztalbeweidung !

 

Info zum Hahnheimer Bruch siehe unter Links!

 

Absage Exkursionen, Führungen und Stammtisch ...

 

Bis auf Weiteres sehen wir von der Veranstaltung von Führungen, dem Treffen zum Stammtisch und Exkursionen ab, um der ungewollten Verbreitung der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.

 

Diese Empfehlung des NABU Landesverband Rheinland-Pfalz erstreckt sich, vorerst,

bis in den Monat Juni hinein ....

 

Unsere Fahrt ins Saarland findet erst in 2021 statt.

Ich wünsche Euch und Euren Familien, daß ihr unbeschadet durch die nächste Zeit kommt.
Bleibt gesund !
Euer
Paul

 

Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch -  Foto: P. Britz
Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg  - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg - Foto: P. Britz


Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2020

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 


Sie sind wieder da!

Unser Mitglied Uwe Zentel berichtet zu Falken und Schleiereulen

Junge Schleiereulen in Eimsheim   Fotos: © U. Zentel
Junge Schleiereulen in Eimsheim Fotos: © U. Zentel

Eigentlich wie jedes Jahr sind im Kirchturm in Eimsheim sowohl die Falken im ersten Stock des Glockenturmes, als auch die Schleiereulen hoch oben bei den Glocken wieder da.

6 muntere kleine Schleiereulen in unterschiedlichen Größen sind recht aktiv in ihrem "Geburtskasten" unterwegs und werden reich mit Nahrung versorgt. Ein Stockwerk tiefer schauen mich 4 junge Falken an. Wie eine große WG dieser Turm, man lebt zusammen und versucht seine Familie ins Leben zu bringen, begleitet von Menschen die im Erdgeschoss Lieder singen, beten und Gottesdienst feiern. Geht doch!!!

 


Liebe in Zeiten der Corona

Von Lothar Schaumberger

Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger
Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger

Wer jetzt einen Roman mit dem Literaturnobelpreis erwartet, wird minimal enttäuscht werden.

 

 Er ist auch nicht von G.G. Marquez, sondern von mir.

Nicht von 1880, sondern aktuell.

 Nicht in Kolumbien, sondern in Friesenheim.

 

 Und den schwülstigen Blick voller enttäuschter Liebe von Javier Bardem kriege ich auch nicht hin.

 

Aber ich liebe meine Bäume und die Natur und versuche auf einer Wiese in Friesenheim die eierlegende Wollmilchsau pflanzlich zu erschaffen. Also diese Wiese in Friesenheim, intern unter Steinkauzwiese bekannt, soll zukünftig viele Eigenschaften haben:

 

1. Habitat für Steinkäuze

2. Streuobstwiese

3. Lehrwiese für Kinder

4. Lehrwiese für Obstbaumschnitt

5. Insektennährwiese

6. Vogelnährwiese

 

Und blauäugig, wie ich seit Geburt bin, dachte ich: Das schaffe ich.

 

Bis jetzt liegen da aber nur 1400 qm rheinhessischer Fettwiese mit Gräsern, Löwenzahn, Pfeilkresse (Neophyt) und Persischem Ehrenpreis (Neophyt).  Immerhin mit drei Bäumen: einer kleinen Sauerkirsche, einer Birne und einer wilden Kirschpflaume. Um die Kirschpflaume haben Siggi Schuch und ich ein Gestell für eine Steinkauzröhre gestellt.  Vielleicht zieht in die neue Röhre schon bald eine Steinkauzfamilie ein. 

 Zumindest die Voraussetzung für Punkt 1 ist damit erfüllt.

Leider warten wir in Dienheim auf der Storchenwiese schon seit 30 Jahren auf die Besetzung durch die Namensgeber. Mal sehen.

 

 Die drei Bäume habe ich durch Butterbirne, Apfel, Süßkirsche, Süßmandel, Nancymirabelle, Edelwalnuss und Marone ergänzt. Und für die Kinder wird es bei Fruchtbehang eine Begehung geben. Wenn uns Corona lässt.

 Mit den vielen Bäumen kann man auch den nächsten Obstbaumschnittkurs (im März 2021) sehr schön planen. Für Insekten und Bienen wurden Wildrosen, Kornelkirsche, Felsenbirne, Zellernuss und Heckenkirsche gesetzt.

 Und Insekten und Obst werden bestimmt auch die Vöglein glücklich machen.

 Somit gibt es bald mehr Liebe in Zeiten von Corona unter Insekten, Vögeln und für alle Besucher auf unserer Steinkauzwiese.

 

Wir sehen uns bestimmt mal dort.

 

Euer grüner Daumen

 

Lothar

Und hier noch die Steinkauzröhre! Mit Spezialist und Kirschpflaume!


Artenvielfalt und Infektionskrankheiten

Anmerkungen von Dr. Barbara Geiger, April 2020

 Derzeit überschlagen sich mal wieder die Schlagzeilen an der Schuldfrage der Corona-Pandemie. Der Mensch kann wohl nicht anders. In schwierigen Situationen braucht es einen Schuldigen, auf den man all seine Angst, Wut und Hilflosigkeit oder auch Inkompetenz projizieren kann. Der eigentliche Gegner ist ja unsichtbar und somit nicht fassbar. Für die einen ist es der böse Chinese, andere möchten der Fledermaus den Garaus machen, vielleicht sind auch irgendwann die Naturschützer schuld oder Menschen mit grünen Augen… Wer weiß.

Anfang April gab es in den Medien eine Pressemitteilung des Bundeministeriums für Umwelt zum Thema Artenvielfalt und Epidemien, https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann-risiko-kuenftiger-seuchen-verringern/. Diese ging jedoch im allgemeinen Trubel rasch wieder unter und die Medien zeigten auch kein weiteres Interesse. Um der einseitigen Medienberichterstattung vom bösen Chinesen etwas entgegen zu setzen, finde ich es wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Entstehung von Infektionskrankheiten hervorzuheben. Die unten stehenden Artikel erklären den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Epidemien sehr gut.

Zum Thema Artenvielfalt und Infektionskrankheiten wird seit Jahrzehnten geforscht und auch hier herrscht Einigkeit unter den Wissenschaftlern: Der Erhalt der Artenvielfalt ist essentiell, um das Risiko von Epidemien zu mindern. Gut belegt ist, dass circa 70 Prozent der menschlichen Infektionserreger ursprünglich aus dem Tierreich stammen, darunter so üble Gesellen wie HIV, Ebola, Influenza, MERS und SARS. Besonders offenkundig ist die Gefahr von Übertragungen auf Wildtiermärkten, wo Menschen und unterschiedliche Tierarten auf engstem Raum zusammenkommen und die Tiere zusammengepfercht und unter hygienisch unhaltbaren Zuständen verwahrt werden. Viel grundlegender jedoch ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen wahrscheinlicher wird, wenn Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus dem Gleichgewicht geraten. Und unsere Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Takt. War vor wenigen Monaten noch der Klimawandel das beherrschende Thema in der Gesellschaft, wurde dieses durch die direktere Bedrohung Corona verdrängt. Beide haben jedoch dieselbe Ursache.

Am Institut für Virologie der Charite in Berlin wird nicht nur an Coronaviren geforscht sondern auch zur Entstehung und Ausbreitung epidemischer Viren. Dr. Sandra Junglen, Leiterin der Forschungsgruppe sagt: "Die Entstehung zahlreicher Krankheiten kann mit dem Vordringen des Menschen in vormals unberührte Natur erklärt werden. Intensive Landnutzung, die Verbreitung von Monokulturen oder Rodungen von Wäldern führen zu einem Verlust der Artenvielfalt und verändern die Zusammensetzung der Säugetierpopulationen. Weniger Artenvielfalt bedeutet mehr Tiere einer Art im selben Lebensraum. Wenn das Ökosystem derart aus dem Gleichgewicht gerät, können sich Infektionskrankheiten besser verbreiten. Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme können vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützen."

Auch Corona ist letztlich menschengemacht und keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe. Unsere Naturschutzarbeit wird immer wertvoller und wichtiger.

 

Viele Grüße

Barbara

Quellen:

Neuer Vorstand, neue Gruppensatzung

06. März 2020

 

In der Jahreshauptversammlung des NABU Rhein-Selz wurde auch ein neuer Vorstand gewählt und die aktualisierte Gruppensatzung bestätigt.

Die Angaben zu den neu gewählten Vorstandsmitgliedern finden Sie hier : LINK

 

 

Download
NABU-Gruppensatzung_2020 (neu).pdf
Adobe Acrobat Dokument 520.5 KB

Neues Projekt des NABU Rhein-Selz unter der Leitung von Dr. Barbara Geiger :

NABU startet Amphibien-Monitoring

 

Wer demnächst in den Kleingewässern in der Rheinaue schwimmende Plastikeimer oder mit Stöckchen befestigte Plastikflaschen im Uferbereich in einem Gewässer beobachtet,

muss sich nicht erschrecken oder neuen Plastikmüll befürchten.

Hier forscht der NABU. Ehrenamtlich.

 

Den gesamten Artikel zum Amphibien-Monitoring finden Sie hier : LINK


Seminar Obstbaumschnitt

Unsere vorerst letzte Aktion!

Arbeitseinsatz Obstbaumschnitt

Samstag, 14. März | 10 Uhr

Foto : Th. Oehl
Foto : Th. Oehl

 

Wir schneiden unsere Hochstammobstbäume 

auf der " Borngässer " Streuobstwiese

in Schwabsburg und stapeln anschließend

das Schnittgut am Rande.
Sofern vorhanden, bitte Scheren, Sägen mitbringen.

Unbedingt auch geeignete Kleidung Handschuhe und festes Schuhwerk !


Info: Lothar Schaumberger | 06133 61340


Steinkauz 2020

 

Den Steinkauz 2020 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die Termin- und Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2020 finden Sie hier : LINK


Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link


Insektenhotel - Immer aktuell

Ein Herz für Krabbler

Lothar und das rosa Handwerkszeug

Unsere Niersteiner Naturkindergruppe um Helene und Annette fragte wieder ganz lieb um Hilfe an. Sie wollten ein Insektenhotel bauen und ich sollte ein bisschen logistischen und fachlichen Beistand leisten.

 

Kein Problem dachte ich, unser Mitglied Werner hatte ja schon mehrfach und professionell sowas gebaut. Ich fragte bei ihm an, er sagte ja und die Sache war für mich erfolgreich geregelt.

 

Denkste.

 

Werner hatte kurzfristig keine Zeit und ich sollte in wenigen Tagen dann aushelfen. Wie immer unvorbereitet und blauäugig.

 Zum Glück sandten mir die Kollegen der Regionalstelle noch Broschüren und das Internet stopfte die größten Löcher meines fehlenden Wissens über Domizile für sechsbeinige Bewohner.

 Also es sollte hauptsächlich für Wildbienen sein, vor Insektenfressern geschützt, nach Süden ausgerichtet, feuchtigkeitsgeschützt (Dach), umweltfreundlich, bevorzugt aus Altmaterial.

 Die Mütter wollten alte Paletten und Bretter stellen. Auch Werkzeuge. Ich wollte Robinienpfähle für die Befestigung und Ziegel für das Dach sowie einen Arbeitstisch mitbringen.

 

Es gibt immer Überraschungen. Die Bohrmaschinen und Akkuschrauber waren alle rosa und das Heiligtum von Helenes Tochter Pauline. ROSA.

 Es kostet (einen Mann) schon eine gewisse Überwindung damit zu arbeiten. Die Kinder wollten das Hotel bemalen. Wir hatten aber noch gar nicht mit dem Bau begonnen. Zum Glück half mir ein Vater beim Grundgerüst aus alten Paletten. Auch Helene konnte mit den rosa Geräten von Pauline sehr gut umgehen.

 Die Kinder bemalten in dieser Zeit weitere Bretter.

 Das Insektenhotel war nach circa 3 Stunden schon fast fertig. Nur noch ohne Bienen und ohne Zimmer.

 

Die Zimmer aus hohlen Bambusstengeln, hohlen Ästen von Forsythie, Holunder und Co, vielen Hartholzstücken (ein weiterer Vater unterstützte stark mit kleiner Kettensäge, großer GRÜNER Bohrmaschine, div. Holzbohrern und zwei rechten Händen). Die Hartholzstücke wurden mit verschieden dicken Löchern versehen. Ich selbst hatte vom Holzschnitzen noch einen Rohling in Herzform zu Hause und spendete diesen für unsern Bau.

Dann ging alles ganz schnell. Wir fuhren zu unserer Wiese in Schwabsburg, gruben zwei Löcher für die Robinienpfähle, vergruben diese, befestigten die Pfähle mit  Monsterschrauben an unserem Hotel, die Kinder füllten die Zimmer mit kleinen hohlen Zweigen, wir legten die Ziegel auf und FERTIG.

Jetzt müssen nur noch die Bewohner/innen kommen.

 Die Kinder, die Mütter und ich warten gespannt.

 

Euer

 

Lothar

 

P.S. Bei der Titanic begann der Stapellauf noch mit einer Champagnertaufe. Bei uns brachte ein Vater noch gekühltes alkoholfreies Radler mit.  Da wir die Stabilität des Hotels nicht gleich testen wollten, tranken wir die Radler selbst.

Foto + Text: Lothar Schaumberger

 


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

Die Turteltaube

Vogel des Jahres 2020

Foto: P Britz (Wagbachniederungen)
Foto: P Britz (Wagbachniederungen)

Interessante Beiträge:


Naturbilder - von unseren Mitgliedern :

Aktionen :

Landschaftspflege :

Echt Tierisch :

Projekte:

und

Neues Projekt:

Die Arbeit an einem Insektenhotel


Aktuelle Datenschutzerklärung :