Batnight 2020

Keine Batnight auf der Ludwigshöhe

Foto: Daniel Beier   Text: Dr. Jürgen Fuchs
Foto: Daniel Beier Text: Dr. Jürgen Fuchs
Unsere Veranstaltungen zur European Batnight sind ja hauptsächlich für Kinder und Jugendliche gedacht.
Leider sehen wir keine Möglichkeit unter den gegenwärtigen Hygiene-Vorschriften den Kindern den Spaß an der Natur zu bieten, den wir ihnen gerne bieten möchten. Wir werden daher die diesjährige Fledermausexkursion zur Batnight 2020 nicht anbieten.
 Ich habe mehrere Verfahren und Verhaltensvorgaben durchgedacht, nichts davon war wirklich überzeugend.
Als Wiedergutmachung für unsere jungen Freunde planen wir die Veranstaltung 2021 wieder in einem größeren Rahmen, wie vor zwei Jahren zum 40-jährigen Bestehen des NABU Rhein-Selz, anzubieten. 
In der Hoffnung auch dann wieder einige Mithelfer wie damals überreden zu können.
Bis dahin appelliere ich an Eure Ausdauer und Geduld.

Faktencheck

Informationen zum Beweider-Wechsel im Selztal

Im Selztal wird am 12.06.2020 die Zwangsräumung der Flächen des Selzverbandes erfolgen.

Im Zusammenhang mit dieser Flächenräumung werden über soziale Medien und die Presse Unwahrheiten über das Engagement des NABU und die Arbeit von Selzverband und Kreisverwaltungen verbreitet.  Mehrfach wurden auch NABU-Mitglieder vor Ort und auch andere Natur- und Tierschutzvereine zum Wechsel der Beweider angesprochen. 

In Abstimmung mit dem Selzverband haben wir daher die vorgebrachten Argumente einem Faktencheck unterzogen und diesen in dem beigefügten Anhang dokumentiert.

Bitte nutzen Sie diese Fakten, falls Sie zum Wechsel der Beweider und zu der Zwangsräumung angesprochen werden. 

Da der NABU in die Pachtverträge zwischen Selzverband und den neuen Beweidern nicht involviert ist und schon gar nicht monetäre Vorteile aus der Verpachtung genießt, sollten Sie bei offenen Fragen an den Selzverband bzw. die Kreisverwaltung Mainz-Bingen verweisen.

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Faktencheck Selztalbeweidung
FAQ_Selztal_Beweider.pdf
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Hochlandrinder im Selztal         Foto: P.Britz
Hochlandrinder im Selztal Foto: P.Britz

 

 

 

Infos zum Hahnheimer Bruch siehe unter Links!

 

Schwalbenfreundliches Haus

Erste Auszeichnung für 2020 in Undenheim vorgenommen.

Text und Foto: P. Britz
Text und Foto: P. Britz

Im wunderbaren, alten Ortsteil von Undenheim leben Lena und Rouven Strauß. Dort haben sie sich eine Lebensaufgabe gestellt: Den alten Hof auf dem sie leben wieder auf Vordermann zu bringen.

Waldkauz und Fledermäuse aus dem nebenan liegenden Naturgrundstück und viele unterschiedlichste Singvögel sind bei Ihnen zu Gast.

Quartier bezogen haben hier auch etliche Rauchschwalben. Die in Scheune und Garage ihre Nester gebaut und Ihren Nachwuchs groß gezogen haben. Zur Freude der beiden Schwalbenfreunde.

Auch der Papa wurde mit ins Boot geholt um herabgefallene Nester wieder behelfsmäßig unter Decke und Balken zu befestigen.

Voller Freude nahmen die beiden jungen Leute ihre Auszeichnung entgegen. Einen Platz für die ausgehändigte Plakette war schon vorher auserkoren worden. Für jeden Passanten sichtbar am Eingang zum Hof.

Wir freuen uns mit den Beiden und hoffen dass die Schwalben auch in Zukunft ihre Quartiere dort aufsuchen werden.

Klappe die 2.

Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" auch in Nierstein!

Text und Foto: P. Britz
Text und Foto: P. Britz

Auf seinem Weg von Zornheim in den Rhein, fliesst der Flügelsbach direkt vor der Haustüre der Familie Freund/Frieauff vorbei.

Dort in einer Nische im Hof, ein vor kurzem verlassenes Rauchschwalbennest und zwei Nisthilfen für Schwalben. Die teilweise noch verbliebenen Hinterlassenschaften, zeugen von einem regen Familienleben.

Ein kleines Biogärtchen und der Hof mit Futterstelle und Wassernapf locken auch andere gefiederte Freunde auf das Anwesen. Zur Freude der beiden Schwalbenfreunde. Spatzen, Hausrotschwanz, Grünfink und Tauben finden hier einen gedeckten Tisch und Hilfe bei diesen extremen Temperaturen.

Voller Stolz nahmen beide Ihre Auzeichnung entgegen und freuten sich auch über das Informationsmaterial zu den Schwalben und die zugehörige Plakette, die nach außen hin sichtbar von ihrem Herz für Schwalben zeugen soll!

Unterstützung für den Naturschutz

NABU startet Mitgliederwerbung in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz

In der letzten Woche wurden bereits 136 neue Mitglieder für unsere Gruppe geworben!

Das Wesser Team! Hier mit Paul Britz (re) und Volkhard Lorenz (li) Foto: Regionalstelle Rheinhessen
Das Wesser Team! Hier mit Paul Britz (re) und Volkhard Lorenz (li) Foto: Regionalstelle Rheinhessen

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und Argumenten für den Naturschutz wird ein Team von Studierenden im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) in den kommenden zwei Wochen in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz in den Haushalten vorsprechen. Das professionelle Werbeteam sammelt kein Geld und ist dazu auch nicht berechtigt.

 

"Es geht uns dabei ausschließlich um die Gewinnung neuer Mitglieder, welche die Arbeit des NABU hier bei uns in der VG, landes- und bundesweit dauerhaft unterstützen“!

Das Team trägt im Dienst blaue NABU-Kleidung und kann sich ausweisen. Ebenso werden bei den Gesprächen besondere Sicherheitsmaßnahmen aufgrund des Corona-Geschehens selbstverständlich beachtet.

 

Der NABU Rhein-Selz freut sich über jede tatkräftige Unterstützung bei der Landschaftspflege seiner vielfältigen Biotopflächen, seien es Streuobstwiesen, Feuchtwiesen oder Hecken und Gehölze. Auch naturkundliche Exkursionen, Vorträge, Kinderaktionen und ein monatlicher Stammtisch sind fester Bestandteil der Vereinsarbeit, auch wenn diese Aktionen zur Zeit coronabedingt vielfach ausgesetzt sind. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Artenschutzprogramm für den Steinkauz, der durch die Bemühungen im Bestand gesichert werden konnte. Auch durch die Anlage von Amphibiengewässern leistet die örtliche NABU-Gruppe einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Natur in der Verbandsgemeinde.

 

"Auch wer nicht aktiv mithelfen kann, ist uns sehr willkommen. Denn jedes neue Mitglied leistet einen Beitrag zum Erhalt der Natur“. In den vergangenen Monaten haben viele Bürgerinnen und Bürger den Wert der heimischen Natur schätzen gelernt und wir hoffen, dass möglichst viele Menschen durch eine Mitgliedschaft diesem Erhalt ihre Stimme leihen.

Text: NABU

 

Geplante Gesetzesänderung gefährdet Flächen- und Bodenschutz

Hintergrundinfos zu § 13 Baugesetzbuch (BauGB)

Aufruf zur Petition

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Infobrief Naturschutz zur Petition §13b
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Amselstory

Betreutes Brüten in Mommenheim

Text u. Fotos: Sabine Melus-Schmidt

  

 

Es war im Juni oder Juli 2019, als ich morgens noch sehr verschlafen mit meiner ersten Tasse Kaffee auf die Terrasse trat und erstmal durch einen Berg Grünzeug watete. Moos, kleine Zweige, Grashalme, sprich alles, was sich wunderbar in den Schnallen meiner Birkenstocks sammeln konnte.

 

Noch während ich meinen Kaffee schlürfte kam sie auch schon angeflogen, die Verursacherin der temporären Grünschnitt-Lage. Eine Amsel flog unseren außen liegenden Rolladenkasten an und begann sogleich geschäftig, ihr gesammeltes Nistmaterial zu verbauen. An meiner Anwesenheit schien sie sich überhaupt nicht zu stören, und das, obwohl mein Stuhl Luftlinie in gerade mal drei Metern Entfernung zu ihrem auserkorenen Nistplatz stand. Das schien ja eine spannende Sache zu werden. Ich entschied mich also für einen zweiten Kaffee und beschloss, den Tag mit etwas „Amsel-Frühstücksfernsehen“ zu beginnen.

Schnell war klar: Das Programm war höchst frustrierend. Bei jedem An-oder Abflug wirbelte das Bauvorhaben der Amsel auf und fiel erneut zu Boden. Nicht müde werdend sammelte sie alles wieder vom Boden auf und flog im steilen Winkel den Rolladenkasten an. Den gesamten Vormittag bis zum Abend vernahm ich das Scharren der bekrallten, tippelnden Füße auf Metall, das Schlagen der Flügel und die Lautgebung „Tug-tug“ beim Anflug. Die Dame schien wirklich etwas Beharrliches zu haben. Optisch war sie im Übrigen auch besonders, zeichnete sie sich doch durch eine weiße Feder am rechten Flügel aus.

Während ihr hübscher schwarzer Göttergatte mit leuchtend gelben Schnabel stolz auf unserem Dachfirst seine Liedchen trällerte, flog sich Madame wahrlich drei Tage die Seele aus dem Leib. Immer wenn ich dachte, das Gewirr von Grün könnte nun doch etwas nestähnlich werden, fiel alles wieder in Einzelteilen auf den Boden. Sie tat mir nunmehr wirklich leid. Und der ausgesuchte Platz war ja auch wirklich in der Premium-Klasse. Geschützt durch eine Pergola war er überdacht und regenfrei. Durch die versteckte Lage in der Hausecke auch recht sicher gegen räuberische Elstern. Marder konnten auch gleich einpacken. Es galt somit, eine Lösung für das Problem zu finden.

Ich stellte mir also ganz „unaufdringlich“ eine Leiter parat, fand in der Garage eine alte Alu-Schiene und zwei Ziegelsteine für die Seiten. Die Schiene war zügig mit Panzerband als Absturzsicherung nach vorne verklebt, die Ziegel erledigten seitlich den Rest. Also ich fand’ s schick! Aber kam das Ganze auch ornithologisch gut an? Schnell baute ich die Leiter ab und setzte mich ins Wohnzimmer; das Programm wurde wieder spannend: würde sie meine bauliche Unterstützung annehmen?

 Fünf Minuten später war der Krimi schon vorbei, das Konstrukt fand Akzeptanz. Schnell erwuchs ein wunderschönes Nest in welchem Madame von nun an stolz thronte, schließlich brütete und zwei Wochen später vier Amselküken schlüpften. Diese zog sie erfolgreich mit ihrem Männchen auf, gab ihnen dann in unserem Garten Flugunterricht und ward irgendwann nicht mehr gesehen. Soweit, so gut.

Das war 2019!

 

2020

 Ende März, Anfang April 2020 fand sich in unserem Garten erneut ein Amselpärchen ein. Das Männchen zeichnete sich durch eine Pigmentstörung an der Brust aus; kleine weiße Einsprenkelungen zeichneten sein Brustgefieder. Kommt Ihnen da was bekannt vor? Offensichtlich hatte da jemand gute Kindheitserinnerungen in seinem gefiederten Kopf, denn schnell wurde klar, dass ein Nistplatz gesucht wurde. Die Amseldame saß an mehreren Orten in unserem Garten Probe: In der Kletterrose -negativ -, in einem großen Mistelzweig -negativ-, auf einem Brennholzstapel -negativ-. Schließlich flog sie den Rolladenkasten an, auf welchem noch das alte Nest vom Vorjahr vor sich hingammelt.

Was nun geschah, war mehr als erstaunlich: sie flog das alte Nest an, stellte den Kopf mißbilligend schräg und entdeckte mich mit meiner notorischen Kaffeetasse auf der Terrasse sitzend. Sie verließ den Rolladenkasten, flog direkt zu meinen Füßen und suchte Blickkontakt. Dann wieder auf den Rolladenkasten und wieder zu mir zurück. Beim dritten Mal hatte auch ich nun verstanden, was die Botschaft war: „Mach das alte Kinderzimmer da weg!“ Und mit schräg gestelltem Kopf und einem wachen Blick aus den braunen Knopfaugen: „Bitte!“

Natürlich konnte ich eine solche Bitte nicht abschlagen. Zügig entsorgte ich das verpappte, alte Teil und war erschrocken: Das hatte gar keinen Boden gehabt. Die 2019er Küken waren echt so tapfer und anspruchslos, dass sie auf dem blanken Metall ihre Kindheit verbracht hatten. Gemütlich ist anders.

Kaum war Platz geschaffen und kurz mit einem Handfeger der gröbste Schmutz entfernt, kam sie auch schon angeflogen. Der Nestbau begann und dauerte mehrere Tage. Was mich dann irgendwann stutzig machte war die Tatsache, dass das Bauwerk immer höher wurde - und breiter. Gab es da wieder ein Problem?

Ich stellte also wieder die Leiter an und schaute von oben in den kleinen Krater: kein Boden! Blankes Metall! Ganz schlecht - vor allem für eine Frühjahrsbrut.

Wieder führte mich meine Weg in die Garage auf der Suche nach „Irgendwas“. Nach etwas Räumen fand ich eine Bautenschutzmatte aus Gummigranulat, 8 mm dick. Mit einem Teppichmesser schnitt ich ein rundes Pad aus und näherte mich dem Nest. Ich erklomm die Leiter und ließ das maßgefertigte Stück mit einem leisen Plopp ins Nest fallen: passt!

Amseln sind unglaublich schlaue Tiere und haben ein ungemeines Gespür, wenn man es gut mit ihnen meint. Mein Pad wurde dankbar angenommen und liebevoll von ihr mit Moos und Lehm eingepasst. Alles war somit bereit für die erste Brut und die ließ nicht lange auf sich warten; vier dünne Kükenstimmchen ließen sich 14 Tage später vernehmen.

Wie ich ja eingangs erwähnte, war der Nistplatz sehr geschützt gegen Witterungseinflüsse, gegen eine Kältewelle ist allerdings wenig zu machen. Und es wurde nochmal kalt. Mit Nächten bei minus 4 Grad richtig kalt. Die Kleinen hatten ja noch kein Federkleidchen. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass ich mich mittlerweile selbst als Amselmutti sah. Also heizte ich unser Wohnzimmer in diesen drei kalten Nächten mit unserem Holzofen auf stolze 26 Grad hoch und stellte über Nacht die Terrassentür auf Kipp; die warme Luft zog somit die ganze Nacht am Nest vorbei und wärmte die nackten Küken. Bald schauten vier eiernde Köpfe über den Nestrand und blickten mit ihren flaumigen Köpfen und gelben Schnabelrändern pampig in die Welt.

Bei so viel „tender-loving-care“ waren sich beide Amseleltern wohl einig, dass man hier im Mommenheimer Garten in Produktion gehen müsse. Es folgten unmittelbar hintereinander noch zwei weitere Bruten mit zwei und danach fünf Amselkindern. Wir reden also von einer Leistung von insgesamt 11 Nachwüchsen, die die beiden bis dato 2020 in die Welt gesetzt haben: Chapeau!. Aber unsere speziellen Amseleltern haben noch nicht genug. Brut Nummer vier ist bereits in der Mache. Kükenzahl bis dato unbekannt.

Während ich diesen Text schreibe, sitze ich wieder im Garten. Zwei Meter entfernt steht eine Busch-Päonie, unter dieser sind eingeweichte Mehlwürmer ausgelegt. Ich werde ständig besucht von den beiden Adulten, die sich den Bauch voll schlagen und den Juvenilen, die immer gerne mal bei ihrer alten Kinderstube vorbeischauen.

Wenn dieser Sommer vorbei ist werde ich das abgewohnte Nest entsorgen, die Hauswand chloren, in der Hoffnung diese wieder in altgewohntem Weiß erstrahlen zu sehen. Und dann bin ich gespannt auf 2021.

Egal was kommt, mein Motto: „Bloß nicht aufamseln“.

 


Fledermausmonitoring

Neues aus der Fledermauswelt und eine Nullfläche

Von Daniel Beier

Daniel Beier
Daniel Beier

Anfang April machte ich mich mal wieder in die Naturschutzgebiete Oppenheimer Wald und Eiskarb in Oppenheim auf. 2016 wurden dort alte Fledermauskästen saniert und neue Modelle aufgehängt. Insgesamt sind dort 50 Fledermauskästen in den Gebieten, um mittels einem Monitoring die vorhandenen Arten eventuell festzustellen. Die alten Kästen wurden in den 80er Jahren von Studenten der Uni Mainz zu einem Forschungsprojekt aufgehängt. Die Kästen werden, sofern es meine Arbeit zulässt, 2 Mal im Jahr kontrolliert und gelistet. Defekte Kästen werden ausgetauscht. Dieses Jahr stellte ich wieder voller Freude fest, das im gleichen Kasten eine Gruppe von fünf männlichen Großen Abenseglern wohnt. Diese Gruppe befindet sich seit Beginn des Projektes in diesem Kasten. Es kamen zur Zählung in verschiedenen Kästen drei Mückenfledermäuse dazu und eine Wasserfledermaus. Die Kästen werden also angenommen. Es ist jedoch erstrebenswert, alte Bäume zu erhalten und diese bis zur Totholzphase im Wald zu belassen. Dort entstehen natürliche Baumhohen und Spalten, die für die Fledermaus eine Luxusvilla darstellen. Unsere Nistkästen sind eher „Wohncontainer“ und sollten auch nur als Parallele für ein Monitoring aufgehängt werden. Sie stellen nie eine Alternative dar. Der Bestand in den Kästen zeigt nie die Bandbreite der vorhandenen Arten im natürlichen Wohnumfeld an.

© Daniel Beier
© Daniel Beier

Anfang Mai bekam ich einen Anruf der „Fledermaus WillKommen“ Projektleiterin für den Bereich RLP Süd Katharina Schritt des NABU Landesverbandes Rheinland - Pfalz. Sie fragte mich, ob ich an einem Monitoringprojekt teilnehmen möchte. In diesem Projekt werden die Bioakustiken von Fledermäusen mit passiven Detektoren aufgezeichnet. Eine Karte wird erstellt und zu den gewonnenen Lauten Forschungen betrieben. Klar, dass ich gerne bei dem Projekt teilnehmen wollte, sofern meine Dienstzeiten es zulassen. Der Haken an der Sache war nur, dass der Detektor keine Laute aufzeichnen soll. Es ist ist eine sogenannte Nullreferenz (Nullfläche). Wir suchten nun,  in einer sehr kurzen Zeit, also eine von der Landwirtschaft intensiv genutzten Fläche. Nach zwei Tagen fanden wir sie dann in der Gemarkung Nierstein. Dort wurde am Pfingstsamstag in luftiger Höhe mittels einer Leiter ein Detektorsystem zum Aufzeichnen von Fledermauslauten aufgehängt, die aber gar nicht da sein sollten. Alle 4 Wochen wird das System geprüft, Batterien ausgetauscht und die Speicher ausgelesen. Wir sind schon gespannt, ob sich nicht doch eine Fledermaus dorthin verirrt. Da Projekt läuft zwei Jahre und n der Zeit März bis November werden die Inspektionen durchgeführt. Nun nach der ersten Auswertung freute ich mich, durfte mich aber nicht freuen. Nach der ersten Detektorauswertung wurden verschiedene Arten aufgezeichnet. Die Auswertung dauert noch an, jedoch ist schon eimal sicher Zwergfledermäuse vorhanden. Auch ein ist noch nicht 100 % sicher, ob sich ein Abendsegler dort in den Baumreihen jagt. Nun ist aber sicher, dass wir einen neuen Standort wählen werden.

©Daniel Beier
©Daniel Beier

 

Die Zeit der Wochenstuben hat begonnen. Was für eine Stube ?…….fragen sich vielleicht einige Leser, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen. Dies sind die Aufzuchtwohnungen von weiblichen Fledermäusen. Je nach Art, befinden sie sich in Hausspalten, Dachstühlen und Baumhöhlen. Aus diesen Stuben können auch Jungtiere herausfallen. Bei einem Wohnungswechsel, kann das Jungtier ebenfalls von der Mutter herunterfallen. Meistens findet die Mutter das Jungtier wieder selbst. Es kann aber auch sein, dass die beiden nicht mehr zusammenfinden. So einen Fall hatte ich am Wochenendsamstag den 13.06.2020. Ich bekam ein Anruf aus Dexheim zu einem Fundtier, welches an der Hausfront am Nachmittag aufgefunden wurde. Vor Ort stellte ich fest, dass es sich um eine Zwergfledermaus handelte. An der Häuserfront wurden durch dien Tierschützer Fledermauskästen in die Dämmfassade eingebaut. Er hatte noch gar nicht festgestellt, das aktuell ein Bestand unter seinem Dach wohnt. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet. Auf diesem Turm wurde das Jungtier am Abend zum Sonnenuntergang gesetzt und erfolgreich von seiner Mutter nach 30 Minuten abgeholt. Diese Rettungsaktion verlief sehr wünschenswert. Vielen Dank an die Finder von Fledermäusen, den Mitteilenden von Wochenstuben und allen Bürgern, die eine Beratung wünschen. Da wir alles in unserer Freizeit machen, können wir nicht ganz so schnell agieren.

 

Viele Grüße

Daniel Beier  (NABU Gruppe Rhein - Selz)

Fledermausschutz

Neues aus der Gautorschule

Gritt Nadler berichtet über Ergebnisse und Erlebnisse bei Insektenhotel und Wildblumen im Schulhof

© Gritt Nadler 2020
© Gritt Nadler 2020
Im letzten Schuljahr haben wir, Kinder der Grundschule "Am Gautor" Oppenheim, uns in der Projektwoche mit dem Thema Insekten beschäftigt. Dabei hat uns die NABU Gruppe Rhein-Selz unterstützt und in diesem Rahmen ein Insektenhotel für unseren Schulgarten gebaut. Unter unserer Mithilfe.
Mittlerweile steht eine schöne Wildblumenwiese vor dem "Hotel" und lädt ganz viele Hummeln, Wildbienen und weitere Insekten dazu ein, hier Nektar zu sammeln und zu verweilen. "Es summt und brummt" jetzt im Hotel nach dem gleichnamigen Titel des Projektes. Die Kinder beobachten fasziniert die Insekten und jeder trägt sein Wissen dazu bei und informiert die Mitschüler! Gerne sind sie in der Pause auf Beobachtungsposten vor den Blumen und entdecken die Natur und ihre Lebewesen. Vielen Dank an die NABU Gruppe und besonders Herrn Werner Schmitt, der der Grundschule und seinen Schülern so ein Naturerlebnis ermöglicht hat!
Gritt Nadler

Der Fortschritt im direkten Vergleich:

2019                                                                                                                      2020

Wir werben für unsere NABU-Gruppe

Schaufenster von Schreibwaren Mathäs in Oppenheim eröffnet gute Möglichkeiten!

Bis Anfang August stellt uns die Fa. Mathäs in Oppenheim ein Schaufenster zur Verfügung.

Zum Ausgleich für entgangene Unterstützungen durch die Corona Pandemie, für Spenden und Mitgliederwerbung.

Begeistert nahmen einige Mitglieder diese Idee  und ihre Umsetzung in Angriff und mit Hilfe unserer Regionalstelle und der NABU Gruppe Mainz konnte alles arrangiert werden.

Am Besten schaut Ihr Euch das Ergebnis vorort in Oppenheim an und informiert Euch über unsere Gruppe, auch wenn es zur Zeit noch keine Exkursionen und sonstige Veranstaltungen gibt. Es ist bestimmt nur noch eine Frage der Zeit bis wir wieder durchstarten können. Auch unseren Stammtisch. Natürlich unter den erforderlichen Bedingungen. Zum Schutz unserer Aktiven und Gäste!

Hier könnt ihr einige Eindrücke vom Einrichten des Schaufensters nacherleben das von Angelika, Heinz und mir mit viel Maskenschweiß gestaltet wurde.

 

Euer Paul

 

Absage Exkursionen, Führungen und Stammtisch ...

 

Bis auf Weiteres sehen wir von der Veranstaltung von Führungen, dem Treffen zum Stammtisch und Exkursionen ab, um der ungewollten Verbreitung der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.

 

Diese Empfehlung des NABU Landesverband Rheinland-Pfalz erstreckt sich aktuell auch

bis in den Monat August hinein ....

 

Unsere Fahrt ins Saarland findet erst in 2021 statt.

Ich wünsche Euch und Euren Familien, daß ihr unbeschadet durch die nächste Zeit kommt.
Bleibt gesund !
Euer
Paul

 

Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch -  Foto: P. Britz
Junge Uhu's (Bubo bubo) im Steinbruch - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg  - Foto: P. Britz
Turteltaube (Streptopelia turtur) in Schwabsburg - Foto: P. Britz


Nächster Stammtisch:

NABU-Stammtisch 2020

Wann der nächste Stammtisch stattfindet, erfahrt ihr hier

und über den Mail-Verteiler.

 


Liebe in Zeiten der Corona

Von Lothar Schaumberger

Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger
Birne und Sauerkirsche Foto: ©L. Schaumberger

Wer jetzt einen Roman mit dem Literaturnobelpreis erwartet, wird minimal enttäuscht werden.

 

 Er ist auch nicht von G.G. Marquez, sondern von mir.

Nicht von 1880, sondern aktuell.

 Nicht in Kolumbien, sondern in Friesenheim.

 

 Und den schwülstigen Blick voller enttäuschter Liebe von Javier Bardem kriege ich auch nicht hin.

 

Aber ich liebe meine Bäume und die Natur und versuche auf einer Wiese in Friesenheim die eierlegende Wollmilchsau pflanzlich zu erschaffen. Also diese Wiese in Friesenheim, intern unter Steinkauzwiese bekannt, soll zukünftig viele Eigenschaften haben:

 

1. Habitat für Steinkäuze

2. Streuobstwiese

3. Lehrwiese für Kinder

4. Lehrwiese für Obstbaumschnitt

5. Insektennährwiese

6. Vogelnährwiese

 

Und blauäugig, wie ich seit Geburt bin, dachte ich: Das schaffe ich.

 

Bis jetzt liegen da aber nur 1400 qm rheinhessischer Fettwiese mit Gräsern, Löwenzahn, Pfeilkresse (Neophyt) und Persischem Ehrenpreis (Neophyt).  Immerhin mit drei Bäumen: einer kleinen Sauerkirsche, einer Birne und einer wilden Kirschpflaume. Um die Kirschpflaume haben Siggi Schuch und ich ein Gestell für eine Steinkauzröhre gestellt.  Vielleicht zieht in die neue Röhre schon bald eine Steinkauzfamilie ein. 

 Zumindest die Voraussetzung für Punkt 1 ist damit erfüllt.

Leider warten wir in Dienheim auf der Storchenwiese schon seit 30 Jahren auf die Besetzung durch die Namensgeber. Mal sehen.

 

 Die drei Bäume habe ich durch Butterbirne, Apfel, Süßkirsche, Süßmandel, Nancymirabelle, Edelwalnuss und Marone ergänzt. Und für die Kinder wird es bei Fruchtbehang eine Begehung geben. Wenn uns Corona lässt.

 Mit den vielen Bäumen kann man auch den nächsten Obstbaumschnittkurs (im März 2021) sehr schön planen. Für Insekten und Bienen wurden Wildrosen, Kornelkirsche, Felsenbirne, Zellernuss und Heckenkirsche gesetzt.

 Und Insekten und Obst werden bestimmt auch die Vöglein glücklich machen.

 Somit gibt es bald mehr Liebe in Zeiten von Corona unter Insekten, Vögeln und für alle Besucher auf unserer Steinkauzwiese.

 

Wir sehen uns bestimmt mal dort.

 

Euer grüner Daumen

 

Lothar

Und hier noch die Steinkauzröhre! Mit Spezialist und Kirschpflaume!


Artenvielfalt und Infektionskrankheiten

Anmerkungen von Dr. Barbara Geiger, April 2020

 Derzeit überschlagen sich mal wieder die Schlagzeilen an der Schuldfrage der Corona-Pandemie. Der Mensch kann wohl nicht anders. In schwierigen Situationen braucht es einen Schuldigen, auf den man all seine Angst, Wut und Hilflosigkeit oder auch Inkompetenz projizieren kann. Der eigentliche Gegner ist ja unsichtbar und somit nicht fassbar. Für die einen ist es der böse Chinese, andere möchten der Fledermaus den Garaus machen, vielleicht sind auch irgendwann die Naturschützer schuld oder Menschen mit grünen Augen… Wer weiß.

Anfang April gab es in den Medien eine Pressemitteilung des Bundeministeriums für Umwelt zum Thema Artenvielfalt und Epidemien, https://www.bmu.de/pressemitteilung/schulze-weltweiter-naturschutz-kann-risiko-kuenftiger-seuchen-verringern/. Diese ging jedoch im allgemeinen Trubel rasch wieder unter und die Medien zeigten auch kein weiteres Interesse. Um der einseitigen Medienberichterstattung vom bösen Chinesen etwas entgegen zu setzen, finde ich es wichtig, wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Entstehung von Infektionskrankheiten hervorzuheben. Die unten stehenden Artikel erklären den Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und Epidemien sehr gut.

Zum Thema Artenvielfalt und Infektionskrankheiten wird seit Jahrzehnten geforscht und auch hier herrscht Einigkeit unter den Wissenschaftlern: Der Erhalt der Artenvielfalt ist essentiell, um das Risiko von Epidemien zu mindern. Gut belegt ist, dass circa 70 Prozent der menschlichen Infektionserreger ursprünglich aus dem Tierreich stammen, darunter so üble Gesellen wie HIV, Ebola, Influenza, MERS und SARS. Besonders offenkundig ist die Gefahr von Übertragungen auf Wildtiermärkten, wo Menschen und unterschiedliche Tierarten auf engstem Raum zusammenkommen und die Tiere zusammengepfercht und unter hygienisch unhaltbaren Zuständen verwahrt werden. Viel grundlegender jedoch ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen wahrscheinlicher wird, wenn Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus dem Gleichgewicht geraten. Und unsere Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Takt. War vor wenigen Monaten noch der Klimawandel das beherrschende Thema in der Gesellschaft, wurde dieses durch die direktere Bedrohung Corona verdrängt. Beide haben jedoch dieselbe Ursache.

Am Institut für Virologie der Charite in Berlin wird nicht nur an Coronaviren geforscht sondern auch zur Entstehung und Ausbreitung epidemischer Viren. Dr. Sandra Junglen, Leiterin der Forschungsgruppe sagt: "Die Entstehung zahlreicher Krankheiten kann mit dem Vordringen des Menschen in vormals unberührte Natur erklärt werden. Intensive Landnutzung, die Verbreitung von Monokulturen oder Rodungen von Wäldern führen zu einem Verlust der Artenvielfalt und verändern die Zusammensetzung der Säugetierpopulationen. Weniger Artenvielfalt bedeutet mehr Tiere einer Art im selben Lebensraum. Wenn das Ökosystem derart aus dem Gleichgewicht gerät, können sich Infektionskrankheiten besser verbreiten. Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme können vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützen."

Auch Corona ist letztlich menschengemacht und keine unbeeinflussbare Naturkatastrophe. Unsere Naturschutzarbeit wird immer wertvoller und wichtiger.

 

Viele Grüße

Barbara

Quellen:

Neuer Vorstand, neue Gruppensatzung

06. März 2020

 

In der Jahreshauptversammlung des NABU Rhein-Selz wurde auch ein neuer Vorstand gewählt und die aktualisierte Gruppensatzung bestätigt.

Die Angaben zu den neu gewählten Vorstandsmitgliedern finden Sie hier : LINK

 

 

Download
NABU-Gruppensatzung_2020 (neu).pdf
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Neues Projekt des NABU Rhein-Selz unter der Leitung von Dr. Barbara Geiger :

NABU startet Amphibien-Monitoring

 

Wer demnächst in den Kleingewässern in der Rheinaue schwimmende Plastikeimer oder mit Stöckchen befestigte Plastikflaschen im Uferbereich in einem Gewässer beobachtet,

muss sich nicht erschrecken oder neuen Plastikmüll befürchten.

Hier forscht der NABU. Ehrenamtlich.

 

Den gesamten Artikel zum Amphibien-Monitoring finden Sie hier : LINK


Seminar Obstbaumschnitt

Unsere vorerst letzte Aktion!

Arbeitseinsatz Obstbaumschnitt

Samstag, 14. März | 10 Uhr

Foto : Th. Oehl
Foto : Th. Oehl

 

Wir schneiden unsere Hochstammobstbäume 

auf der " Borngässer " Streuobstwiese

in Schwabsburg und stapeln anschließend

das Schnittgut am Rande.
Sofern vorhanden, bitte Scheren, Sägen mitbringen.

Unbedingt auch geeignete Kleidung Handschuhe und festes Schuhwerk !


Info: Lothar Schaumberger | 06133 61340


Steinkauz 2020

 

Den Steinkauz 2020 in digitaler Form finden Sie hier : LINK

 

Die Termin- und Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2020 finden Sie hier : LINK


Vermüllung unserer Landschaft

Plastik-Wein und Plastik-Kartoffel - unsere schöne neue Zukunft ?

Text Barbara Geiger, Fotos von NABU Rhein-Selz                                                             August 2019

Foto: P.Britz
Foto: P.Britz

Wer durch unsere Weinberge spaziert, kommt nicht umhin immer öfter auf viel Plastikmüll zu stoßen.

Ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Plastikteile landet in den angrenzenden Flächen, Hecken oder Gewässern, wo er sich mit der Zeit in immer kleinere Partikel, dem Mikroplastik zersetzt und in Gewässer und Boden eindringt......

 

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier : Link


Insektenhotel - Immer aktuell

Ein Herz für Krabbler

Lothar und das rosa Handwerkszeug

Unsere Niersteiner Naturkindergruppe um Helene und Annette fragte wieder ganz lieb um Hilfe an. Sie wollten ein Insektenhotel bauen und ich sollte ein bisschen logistischen und fachlichen Beistand leisten.

 

Kein Problem dachte ich, unser Mitglied Werner hatte ja schon mehrfach und professionell sowas gebaut. Ich fragte bei ihm an, er sagte ja und die Sache war für mich erfolgreich geregelt.

 

Denkste.

 

Werner hatte kurzfristig keine Zeit und ich sollte in wenigen Tagen dann aushelfen. Wie immer unvorbereitet und blauäugig.

 Zum Glück sandten mir die Kollegen der Regionalstelle noch Broschüren und das Internet stopfte die größten Löcher meines fehlenden Wissens über Domizile für sechsbeinige Bewohner.

 Also es sollte hauptsächlich für Wildbienen sein, vor Insektenfressern geschützt, nach Süden ausgerichtet, feuchtigkeitsgeschützt (Dach), umweltfreundlich, bevorzugt aus Altmaterial.

 Die Mütter wollten alte Paletten und Bretter stellen. Auch Werkzeuge. Ich wollte Robinienpfähle für die Befestigung und Ziegel für das Dach sowie einen Arbeitstisch mitbringen.

 

Es gibt immer Überraschungen. Die Bohrmaschinen und Akkuschrauber waren alle rosa und das Heiligtum von Helenes Tochter Pauline. ROSA.

 Es kostet (einen Mann) schon eine gewisse Überwindung damit zu arbeiten. Die Kinder wollten das Hotel bemalen. Wir hatten aber noch gar nicht mit dem Bau begonnen. Zum Glück half mir ein Vater beim Grundgerüst aus alten Paletten. Auch Helene konnte mit den rosa Geräten von Pauline sehr gut umgehen.

 Die Kinder bemalten in dieser Zeit weitere Bretter.

 Das Insektenhotel war nach circa 3 Stunden schon fast fertig. Nur noch ohne Bienen und ohne Zimmer.

 

Die Zimmer aus hohlen Bambusstengeln, hohlen Ästen von Forsythie, Holunder und Co, vielen Hartholzstücken (ein weiterer Vater unterstützte stark mit kleiner Kettensäge, großer GRÜNER Bohrmaschine, div. Holzbohrern und zwei rechten Händen). Die Hartholzstücke wurden mit verschieden dicken Löchern versehen. Ich selbst hatte vom Holzschnitzen noch einen Rohling in Herzform zu Hause und spendete diesen für unsern Bau.

Dann ging alles ganz schnell. Wir fuhren zu unserer Wiese in Schwabsburg, gruben zwei Löcher für die Robinienpfähle, vergruben diese, befestigten die Pfähle mit  Monsterschrauben an unserem Hotel, die Kinder füllten die Zimmer mit kleinen hohlen Zweigen, wir legten die Ziegel auf und FERTIG.

Jetzt müssen nur noch die Bewohner/innen kommen.

 Die Kinder, die Mütter und ich warten gespannt.

 

Euer

 

Lothar

 

P.S. Bei der Titanic begann der Stapellauf noch mit einer Champagnertaufe. Bei uns brachte ein Vater noch gekühltes alkoholfreies Radler mit.  Da wir die Stabilität des Hotels nicht gleich testen wollten, tranken wir die Radler selbst.

Foto + Text: Lothar Schaumberger

 


Das eulenfreundliche Haus

Hier sind Eulen willkommen!

In vielen Bundesländern heißen bereits zahlreiche Menschen Schleiereulen und Steinkäuze willkommen. Die beiden Eulenarten haben sich als Kulturfolger an eine durch den Menschen geprägte Umgebung angepasst und suchen Unterschlupf und Brutplätze vornehmlich in noch landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen.

Da es diesen beiden Eulenarten in Deutschland nicht so gut geht, hat die NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Eulenschutz die Plakette „Eulenfreundliches Haus“ entworfen. Mit der Plakette möchte der NABU einen positiven Anreiz schaffen, in dem diese sichtbar für alle eine Wertschätzung erfährt.

Es können Hausbesitzer/innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten lassen oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit einer Plakette belohnt und vom NABU ausgezeichnet werden.

Die Kriterien sind unter dem obigen Link nachzulesen.

Die Turteltaube

Vogel des Jahres 2020

Foto: P Britz (Wagbachniederungen)
Foto: P Britz (Wagbachniederungen)

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