Am 5. Juli 2026 begaben sich acht Interessierte in Oppenheim auf eine Fledermausexkursion und erhielten Einblicke in die Lebensweise und den Schutz der heimlichen Nachtjäger. Der Termin musste ja bereits auf dieses Datum verschoben werden, da die vorherige regnerische Witterung keine Exkursion ermöglichte.
Um 20.30 Uhr wurden durch Daniel Beier die verschiedenen Arten und Lebensräume seinem Publikum erklärt. Ab Sonnenuntergang konnten mithilfe eines Ultraschalldetektors die Fledermausrufe hörbar gemacht und die Tiere bei ihren Jagdflügen beobachtet werden.
In der Region können unter anderem Zwergfledermaus, Großer Abendsegler, Wasserfledermaus, Mückenfledermaus und Mausohr-Arten vorkommen. An diesem Abend bekamen die Zuschauer eine Einsicht in ein Kolonie, die sich aktuell in einem sogenannten Fledermausbrett in der Nähe des Deiches für den Sommer zur Aufzucht der Jungen einquartiert hat.
Von unten konnten aus einem großen Abstand Mückenfledermäuse beim Ausflug beobachtet werden. Die Veranstaltung zeigte die Bedeutung geeigneter Lebensräume und Quartiere für den Schutz dieser faszinierenden Tiere. Leitung: Daniel Beier: [email protected] Fotos: Anja Beier

Während wir 14 Teilnehmer entlang der renaturierten Selz zwischen Hahnheim und Sörgenloch spazierten, wurden wir von Thomas Henschel interessant und ausführlich informiert über die Entstehung und Entwicklung dieses spannenden Projekts zur Renaturierung des Selztals. Hier ist über die Jahre ein artenreiches Biotop entstanden bzw. wiederbelebt worden, dass nur durch regelmäßige Überwachung, gelegentliche Eingriffe und eine gezielte Beweidung entstehen konnte.
Der Biber hat erheblich dazu beigetragen, hier ein Habitat für sich und viele verschiedene Vogelarten zu schaffen. Eine umfangreiche Aufklärungsarbeit ist hier unerlässlich, um auch die Bedenken der anliegenden Landwirte mit einzubeziehen. Durch die mutwillige Beschädigung (Strafanzeige wurde gestellt)des Biberdamms ist der Wasserstand im angestauten Teich zwar stark gesunken, aber die ansässige Biberfamilie wird den Schaden über lang oder kurz doch wohl beheben!
Unser Extra-Dank gilt Erik, der als Junior-Guide viele Entdeckungen für uns machte.
Leitung: Bachpate Thomas Henschel Mehr Infos: [email protected]

Leitung: Uwe Zentel Mehr Infos bei: [email protected]

Zusammen mit der Botanikerin Enikö Tweraser von
der „Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft e.V.“ waren wir unterwegs auf Erkundungstour in
Schwabsburg.
Botanik, Geologie, Gehölze und Insekten wurden an diesem
kurzweiligen und sehr informativen Nachmittag thematisiert.
Trotz recht sommerlichen Temperaturen konnten wir viel entdecken und so viel Interessantes von Enikö lernen! Fotos:
Christine Schwarz
Weitere Informationen: [email protected]

Exkursion zur Graureiherkolonie an der Selz.
Bei bestem Graureiher-Wetter trafen sich acht (7+1/2) Graureiher- und Naturinteressierte in Friesenheim zu einer anschaulichen und informativen Exkursion im Naturschutzgebiet (NSG). Nach einer kurzen Einleitung mit Wissenswertem zu den Graureihern, begannen wir unsere Beobachtungen auf dem Weg zu den Nestern entlang der Selz. Begleitet von den Rufen des Kuckucks und dem Gesang der Feldlerche. Aufmerksam wurde mit allen optischen Mitteln beobachtet und eine Teilnehmerin konnte unser erstes Highlight, einen Neuntöter, entdecken. Ein zweiter kam hinzu. Nach meinen Beobachtung in den zurückliegenden Wochen mit Schwarzkehlchen, Blaukehlchen, Braunkehlchen, Steinschmätzer und Schafstelze, eine tolle Abrundung der Vogel-Vielfalt dort im NSG. Über uns kreisten Rot- und Schwarzmilan und die Rufe des Bussards waren vernehmlich. Turmfalken hielten nach Beute ausschau. Das hier angesiedelte Storchenpaar präsentierte seinen Nachwuchs, der gerade knapp über den Nestrand spähen konnte. Nach einem neugierigen Besuch der dort auf der Flächen untergebrachten jungen Limosin-Rinder ereichten wir die ersten Nester der Kolonie. Eine Grauammer begleitete uns ein Stück des Weges mit ihrem Gesang. Auch unser jüngster Teilnehmer war begeistert und wechselte zwischen den Elternteilen und Fernglas und Kamera hin und her um alles in Augenschein nehmen zu können. Nach ein paar ergänzenden Erläuterungen zu den Graureihern z.B. die Sterblichkeitsquote der Jungtiere, ihren Schutz und das Fütterungsverhalten (außerhalb des Nestes wird nicht weitergefüttert) konnten auch noch ein paar Fragen beantwortet werden.
Auf Grund der Anordnung der Bäume und dem präsenten Bau der Nester konnten wir dem Geschehen gegenüber gut folgen und den jungen Graureihern bei ihren akrobatischen Kunststücken auf dem Nestrand beiwohnen. Den Höhepunkt unserer Beobachtungen erlebten wir dann in Form der Fütterung der Nestlinge durch den angeflogenen Altvogel. Die bereits gut sichtbaren Jungtiere waren für ihn eine arge Geduldsprobe, bedrängte ihn sein Nachwuchs doch arg um genügend Futter abzubekommen. Schnell verließ er daraufhin auch wieder das Nest. Nach knapp zweistündigen Beobachtungen wieder am Ausgangspunkt angekommen, konnten noch Flyer und Informationsmaterial mit nach Hause genommen werden.
Mit einem: "Wann machen wir sowas wieder" verabschiedete sich unser jüngster Teilnehmer mit seinen Eltern.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für das gezeigte Interesse und die Spende für unsere Wildvogel-Betreuung.
Euer Paul
Info & Anmeldung: Paul Britz 0173 6738829 (WA) [email protected]