Exkursion Hunsrück-Hochwald

vom 1. - 6. Juni 2025

Unterwegs im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, laut Bundesamt für Naturschutz eine „Hotspot-Region für biologische Vielfalt“.

Tag 1: Am Erbeskopf und es ging durch (den) Hainsimsen-Buchenwald.  Wir waren unterwegs mit dem zertifizierten Nationalpark-Guide Jörg Dietrich (Geograph und Biologe). Er war erstklassig, unterschätzte aber das rege und vielseitige Interesse unserer Gruppe. Da geht es langsam voran...

Es gab so viel zu sehen, zu bestaunen und zu fotografieren, nicht nur den Erbeskopf mit seinen Blickachsen in den saarländischen Hochwald und in die rheinland-pfälzischen Hunsrückhöhen.  

Erschreckt hat uns der Zustand der Fichtenwälder, die eigentlich komplett vom Borkenkäfer zerstört und vertrocknet sind... Beruhigend ist , dass der Umbau in einen Naturwald bereits in vollem Gange ist. Chancen für einen neuen Wald? 

Tag 2: Abwechslungsreiches Programm: Stöcke, mit Baldrian bestrichen wurden, um Wildkatzenhaare für Genanalysen zu sammeln, wanderne Baumpilze wie Zunderschwämme (diese wachsen nach einem Baumsturz um die Ecke, um ihre Sporen zu schützen), kriechende Schleimpilze, die bis zu einen Meter täglich auf der Jagd wandern, ein lebendes Hangmoor mit Sonnentau, Wollgras und viel Adlerfarn. Am Nachmittag ein Besuch der Ausgrabungsstätte „Vicus Wareswald“.

Tag 3: Wanderung am „Hunnenwall“, ein Abwehrwall, der nicht von den Hunnen, sondern viel früher schon von Kelten erbaut wurde, beeindruckend steil und hoch. Und noch ein Ausflug zur ältesten Klosterkirche Deutschlands, der Abteikirche in Tholey mit den berühmten Kirchenfenstern von Gerhard Richter.

 

Tag 4: Auf dem „Himmels Gääs Pad“ rund um den Noswendeler See mit beeindruckenden uralten Eichen, Wildkirschbäumen und Buchen, Streuobstwiesen und einem Feuchtgebiet, dem „Noswendeler Bruch“.

Tag 5: Ausflug auf den Schaumberg mit Turm, Rundspaziergang auf dem Herzweg und eine kurze Einkehr.

Es waren intensive und lehrreiche fünf Tage. Vielen Dank an Christoph Heck, der uns bei der Planung und Durchführung wie immer mit Rat und vor allem Tat unterstützt hat.