Cosima Lindemann als NABU-Landeschefin bestätigt
NABU Rheinland-Pfalz stellt sich mit neu gewähltem Vorstand den zukünftigen
Herausforderungen im Natur- und Artenschutz
Albig/Mainz – Am Samstag den 18.04.2026 fand die Landesvertreterversammlung des NABU Rheinland-Pfalz in der Mehrzweckhalle in
Albig statt. Mit gut 70.000 Mitgliedern und 51 örtlichen NABU-Gruppen ist der NABU Rheinland-Pfalz der größte rheinland-pfälzische Naturschutzverband. Über 100 Delegierte aus 30 Gruppen wählten einen neuen Landesvorstand und bestätigten Cosima Lindemann einstimmig in ihrem Amt als NABU-Landesvorsitzende.
Zur Wahl in ihre dritte Amtszeit bedankte sich Lindemann vor allem bei den ehrenamtlichen NABU-Aktiven für ihr Engagement für
den Natur- und Artenschutz vor Ort. Diese setzen sich auf vielfältige Weise für den Erhalt von Natur und Umwelt ein – ob durch Kauf, Pacht und Pflege von Flächen, den Erhalt wertvoller
Biotope als Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, Artenschutzprogramme, Umweltbildung oder Öffentlichkeitsarbeit und machen den NABU zu dem, was er ist. Als stellvertretende
Vorsitzende wurden Günter Knell und Bernd Schellhaas ebenfalls wieder gewählt. Roman Janecek wurde erneut zum Schatzmeister gewählt und Jürgen Reincke übernahm das Amt des Schriftführers von
Jörn Weiß. Jörn Weiß, Monika Bub, Nicolas Schreckenbach und die neuen Landesvorstandsmitglieder Philipp Konrad und Roger Pingel wurden als Beisitzer*innen gewählt.
Lindemann blickt mit gemischten Gefühlen auf die nun anstehende Legislatur und die Zukunft des Natur- und Umweltschutzes in
Rheinland-Pfalz: „Auch wenn bei der aktuellen weltpolitischen Lage die Themen Natur-, Arten- und Klimaschutz so gut wie gar nicht auf der Agenda der Parteien standen, so ist der Zuspruch für
diese Themen in der Bevölkerung nach wie vor extrem hoch,“ mahnt Lindemann und verweist auf eine repräsentative Umfrage, die der NABU Ende 2025 veröffentlicht hatte. „Daher appellieren wir an die
zukünftige Regierung – auch mit Blick auf die begonnenen Koalitionsverhandlungen – den aktuellen politischen Trend, bei dem alle Zeichen bei diesen lebenswichtigen Themen auf Rückschritt stehen,
zu stoppen und gemeinsam für eine bessere Zukunft unserer Natur, Lebensräume und Arten und somit der Existenzgrundlage für den Menschen und unser Wirtschaften zu arbeiten.“